Helfer versorgen das palästinensiche Flüchtlingslager Jarmuk in Damaskus mit Lebensmitteln. Foto: Sana

2000 Palästinenser aus Camp Jarmuk in Syrien vor IS geflohen

Damaskus (dpa) - Rund 2000 Menschen sind vor den schweren Kämpfen aus dem Palästinenserlager Jarmuk im Süden von Damaskus geflohen. "Die meisten von ihnen wurden in Notunterkünften der Regierung untergebracht", sagte Anwar Radscha, ein Sprecher der Volksfront für die Befreiung Palästinas in Damaskus.

Vor einer Woche hatte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) den Großteil des Lagers überrannt. Palästinensische Bürgerwehren leisten erbitterten Widerstand.

Bis zuletzt hatten in Jarmuk 18 000 palästinensische Flüchtlinge aus den israelisch-arabischen Kriegen der 1940er Jahre und deren Nachkommen gelebt. Die jüngsten Kämpfe machen ihre ohnehin schwierige Lage inmitten des syrischen Bürgerkriegs und angesichts einer Blockade durch das Regime von Machthaber Baschar al-Assad gänzlich unerträglich. Vielen Bewohnern sind die Fluchtwege durch die Kampfhandlungen abgeschnitten. Einigen Menschen, denen die Flucht gelang, berichteten der Deutschen Presse-Agentur in Beirut von unaufhörlichem Granatbeschuss und verschärftem Mangel an Trinkwasser und Lebensmitteln.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Neue Raketenangriffe aus Gaza - Berichte über Reaktion Israels
Nachdem US-Präsident Donald Trump Jerusalem offiziell als Hauptstadt von Israel anerkannt hat, herrscht in dem Gebiet erneut Chaos. Immer wieder greifen sich beide …
Neue Raketenangriffe aus Gaza - Berichte über Reaktion Israels
EU-Parlament listet Brexit-Forderungen auf: Sonst keine Zustimmung
Das Europaparlament will unmittelbar vor dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs vom Donnerstag eine Liste mit Forderungen zum Austritt Großbritanniens aus der …
EU-Parlament listet Brexit-Forderungen auf: Sonst keine Zustimmung
SPD startet Initiative zur Abschaffung des Werbeverbots für Abtreibungen
Der Paragraf 219a passe nicht mehr in die Zeit, erklärte die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Eva Högl. Auch Linke und Grüne sprechen sich dagegen aus, die …
SPD startet Initiative zur Abschaffung des Werbeverbots für Abtreibungen
Erste Befragung ergibt: Attentäter von New York handelte aus Rache 
Im New Yorker Stadtteil Manhattan hat es nach Angaben der Polizei eine Explosion in der Nähe des Busbahnhofs „Port Authority“ gegeben.
Erste Befragung ergibt: Attentäter von New York handelte aus Rache 

Kommentare