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Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere (CDU, l), Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) und Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) unterhalten sich am Mittwoch zu Beginn der Kabinettssitzung im Bundeskanzleramt in Berlin.

2010 mehr Lehrstellen als erwartet

Berlin - Die Ausbildungssituation in Deutschland hat sich im Vorjahr weiter verbessert. Das geht aus dem Berufsbildungsbericht 2011 hervor, den Bundesbildungsministerin Annette Schavan am Mittwoch in Berlin vorstellte.

Zuvor war der Bericht Thema im Bundeskabinett. Demnach liegt die Zahl der angebotenen Ausbildungsstellen mit rund 580.000 deutlich höher als die vorausgesagten 563.000. “Der wirtschaftliche Aufschwung hat den Ausbildungsmarkt erreicht“, sagte die CDU-Politikerin.

Rund 560.000 Ausbildungsverträge wurden nach Ministeriumsangaben im Jahr 2010 geschlossen. Das entspricht einem Minus von 0,8 Prozent. Die Zahl der Altbewerber ging von 2008 bis 2010 um fast ein Drittel zurück. Zudem landen immer weniger junge Menschen im “Übergangssystem“ zwischen Schulabschluss und Berufseinstieg. 94.000 Jugendliche weniger nahmen in den vergangenen fünf Jahren diese Warteschleifen vor dem Start in eine berufliche Ausbildung (-22,5 Prozent). Die Einsetzung von Bildungslotsen, die Schüler ab der siebten Klasse bei der Berufswahl unterstützen, hätten zu der Reduzierung beigetragen, erklärte Schavan. “Prävention statt Reparatur ist das Ziel der Initiative.“

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Auch die Zahl der Ausbildungsbewerbungen nimmt aufgrund der demografischen Entwicklung immer weiter ab. 13 Prozent weniger als im Vorjahr seien es 2010 gewesen, sagte Schavan, über 19.000 Ausbildungsplätze hätten nicht besetzt werden können. Rund 12.000 Bewerber blieben ohne Jobangebot.

Dem daraus resultierenden Fachkräftemangel soll durch die kürzlich vom Kabinett beschlossene einfachere Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse entgegengewirkt werden. Weitere Schritte seien eine vereinfachte Zuwanderung vor allem für Fachkräfte aus technischen Berufen und eine bessere Qualifizierung der deutschen Jugendlichen.

dapd

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