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Der ehemalige Bayerische Finanzminister Erwin Huber

Dauerstreit um Flughafen München

3. Startbahn: Huber will nicht mehr „nach der Pfeife der Münchner tanzen“ 

In der Auseinandersetzung um die dritte Startbahn für den Münchner Flughafen wird der Ton rauer. Erwin Huber überrascht jetzt mit einer deutlichen Aussage.   

München -  Die Auseinandersetzung um den Bau einer 3. Start- und Landebahn am Münchner Flughafen dauert inzwischen schon über 12 Jahre - derzeit liegen die Nerven mal wieder blank. In einer Aktuellen Stunde des Landtages in München äußerte sich am Donnerstag der wirtschaftspolitische Sprecher der CSU, Erwin Huber, mit deutlichen Worten zum Münchner Bürgerentscheid, wie br.de berichtet. Er ging auf Konfrontationskurs mit den Bürgern der Landeshauptstadt.

„Eine Million Münchner können nicht entscheiden, was wichtig ist für das Land. Ich sage ihnen ganz klar, wir werden nicht nach der Pfeife der Münchner tanzen", wetterte Huber. Die CSU stehe uneingeschränkt zum Bau der 3. Startbahn. 

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Zuvor hatte Michael Piazolo (Freie Wähler) dem Bericht zufolge darauf hingewiesen, dass die Zahl der Flugbewegungen nicht gestiegen sei. Insofern sei eine zusätzliche Startbahn nicht notwendig. SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher habe daran erinnert, dass nicht nur die Münchner in ihrer Mehrheit gegen eine dritte Startbahn seien, sondern auch die Mehrheit der Bayern. 

In den sozialen Medien kam Hubers Statement weniger gut an.  

Hintergrund: 

Die Münchner haben den Bau einer dritten Startbahn am Flughafen München bei einem Bürgerentscheid abgelehnt, doch aus rechtlicher Sicht darf die umstrittene Startbahn gebaut werden: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof wies die 17 Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss ab.  

Zoff gab es zuletzt auch in Freising. Staatsminister Florian Herrmann warf dem Bürgerverein Freising im Streit um Feinstaubbelastungen durch den Flughafen „Panikmache“ vor.

Lesen Sie auch: 3. Startbahn - Freie Wähler scheitern mit Dringlichkeitsantrag

mm/tz

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