Nach Massenflucht

40.000 Jesiden aus Sindschar-Gebirge gerettet

Erbil - Rund 40.000 irakische Jesiden sind nach ihrer Massenflucht vor der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in das Sindschar-Gebirge wieder in Sicherheit.

Das teilte der Zentralrat der Jesiden in Deutschland am Montag mit. Allerdings warteten in der Gebirgsregion noch etwa weitere 40 000 Angehörige der religiösen Minderheit auf Hilfe. Es handele sich vor allem um Alte, Kranke, Kleinkinder und Frauen, die zu schwach für die weitere Flucht seien oder ihre Angehörigen nicht verlassen wollten.

Angesichts der internationalen Hilfslieferungen habe sich die Versorgungslage deutlich verbessert. Den Angaben nach waren die inzwischen Geretteten über Syrien wieder in sichere Gebiete im Nordirak gebracht worden.

Laut Zentralrat berichteten Augenzeugen aus Sindschar, dass mehrere Tausend Tote in der Region auf den Straßen lägen. Es häuften sich Berichte über Vergewaltigungen selbst von 12- oder 13-jährigen Mädchen. Auch Kinder würden getötet, zum Teil sogar enthauptet, hieß es. Mehrere Zeugen hätten davon berichtet, dass deren Köpfe auf Holzstangen aufgespießt worden seien.

dpa

Rubriklistenbild: © AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

USA verschärfen wegen Rohingya-Krise Kurs gegenüber Myanmar
Washington (dpa) - Wegen der anhaltenden Gewalt gegen die muslimische Minderheit der Rohingya in Myanmar wollen die Vereinigten Staaten ihren Kurs gegenüber Myanmar …
USA verschärfen wegen Rohingya-Krise Kurs gegenüber Myanmar
Sieben aus Siebenhundert: Die Kandidaten für das Bundestagspräsidium
Das Bundestagspräsidium sorgt dafür, dass die Parlamentarier sich an die Regeln halten. In der kommenden Legislaturperiode könnte das so schwierig werden wie nie zuvor.
Sieben aus Siebenhundert: Die Kandidaten für das Bundestagspräsidium
264 Millionen Kinder und Jugendliche gehen nicht zur Schule
Zu den Zielen der UN gehört auch "Bildung für alle". Tatsächlich ist der Schulbesuch für Millionen Kinder aber weiter nur ein Traum.
264 Millionen Kinder und Jugendliche gehen nicht zur Schule
Bundestag konstituiert sich - Schon droht Ärger mit der AfD
Das höchste Staatsamt blieb Wolfgang Schäuble verwehrt, den zweithöchsten Posten soll er ab Dienstag bekleiden. Als Präsident des Bundestages muss er auch die AfD auf …
Bundestag konstituiert sich - Schon droht Ärger mit der AfD

Kommentare