Nach Massenflucht

40.000 Jesiden aus Sindschar-Gebirge gerettet

Erbil - Rund 40.000 irakische Jesiden sind nach ihrer Massenflucht vor der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in das Sindschar-Gebirge wieder in Sicherheit.

Das teilte der Zentralrat der Jesiden in Deutschland am Montag mit. Allerdings warteten in der Gebirgsregion noch etwa weitere 40 000 Angehörige der religiösen Minderheit auf Hilfe. Es handele sich vor allem um Alte, Kranke, Kleinkinder und Frauen, die zu schwach für die weitere Flucht seien oder ihre Angehörigen nicht verlassen wollten.

Angesichts der internationalen Hilfslieferungen habe sich die Versorgungslage deutlich verbessert. Den Angaben nach waren die inzwischen Geretteten über Syrien wieder in sichere Gebiete im Nordirak gebracht worden.

Laut Zentralrat berichteten Augenzeugen aus Sindschar, dass mehrere Tausend Tote in der Region auf den Straßen lägen. Es häuften sich Berichte über Vergewaltigungen selbst von 12- oder 13-jährigen Mädchen. Auch Kinder würden getötet, zum Teil sogar enthauptet, hieß es. Mehrere Zeugen hätten davon berichtet, dass deren Köpfe auf Holzstangen aufgespießt worden seien.

dpa

Rubriklistenbild: © AFP

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