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Außenminister Frank Walter Steinmeier (links, SPD) vor der Mutter-Heimat-Statue in Wolgograd.

Trotz Ukraine-Konflikt

70 Jahre Kriegsende: Steinmeier in Russland

Wolgograd - Trotz des Konflikts in der Ukraine haben die Außenminister aus Deutschland und Russland gemeinsam an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren erinnert.

Die beiden Ressortchefs Frank-Walter Steinmeier und Sergej Lawrow besuchten am Donnerstag zusammen die Schlachtfelder von Stalingrad, dem heutigen Wolgograd. Auf einem deutsch-russischen Soldatenfriedhof legten sie Kränze nieder.

Anschließend mahnten beide Minister, die Bemühungen für eine politische Lösung der Ukraine-Krise fortzusetzen. Steinmeier sagte, in Europa dürfe es „nie wieder“ zu Krieg und Zerstörung kommen. Lawrow sagte: „Wir müssen alles daran setzen, damit sich solche Tragödien in der Menschheitsgeschichte nicht wiederholen.“ Zugleich beschuldigte er aber auch die ukrainische Regierung, die Umsetzung der Minsker Friedensvereinbarungen zu verschleppen.

Der Kampf um Stalingrad 1942/43 gilt als eine der schlimmsten Schlachten des Zweiten Weltkriegs. Dort starben mehr als 700 000 Menschen. Im Zuge der Entstalinisierung wurde die Stadt 1961 in Wolgograd umbenannt. Sie gilt aber heute noch als „Heldenstadt“.

Steinmeier und Lawrow besuchten die Kriegsgräberstätte Rossoschka, wo mehr als 60 000 deutsche und sowjetische Soldaten begraben liegen. Die Gedenkstätten sind nur durch eine kleine Landstraße voneinander getrennt. Anschließend gingen sie zum Mamajew-Hügel, der damals besonders umkämpft war. Heute erinnert dort eine riesige Statue „Mutter Heimat ruft“ an den Sieg der Roten Armee.

Der Besuch war Auftakt gemeinsamer deutsch-russischer Gedenken zum 8./9. Mai 1945. Am Sonntag will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Moskau mit Präsident Wladimir Putin am Grab des Unbekannten Soldaten einen Kranz niederlegen. Bei der großen Militärparade am Samstag ist wegen des Ukrainekonflikts allerdings kein Mitglied der Bundesregierung dabei. Deutschland wird durch seinen Botschafter vertreten.

Gedenken an die Opfer des Holocaust

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dpa

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