+
Union und SPD sind sich grundsätzlich einig über weitere Strafrechtsverschärfungen zum Schutz vor sexuellen Übergriffen.

Ein deutliches "Nein" soll genügen

86 Prozent für Verschärfung des Sexualstrafrechts

Berlin - Eine große Mehrheit der Deutschen ist für eine Verschärfung des Sexualstrafrechts. Im Deutschlandtrend befürworten 86 Prozent, dass das Sexualstrafrecht so verschärft wird, dass ein eindeutiges "Nein" des Opfers bei einer Vergewaltigung ausreicht, um den Täter zu bestrafen.

Zehn Prozent der Befragten halten die bisherige Gesetzeslage für ausreichend. Bisher kann eine Vergewaltigung nur dann zur Strafe gebracht werden, wenn sich das Opfer körperlich zur Wehr setzt. Bei den Frauen begrüßen 90 Prozent eine Änderung. Bei den befragten Männern sind es 82 Prozent.

Union und SPD sind sich grundsätzlich einig über weitere Strafrechtsverschärfungen zum Schutz vor sexuellen Übergriffen. Verankert werden soll das Prinzip, dass ein klares "Nein" für eine Bestrafung von Tätern reichen soll. Vorgesehen sind außerdem neue Tatbestände, die aufdringliches Grapschen und sexuelle Attacken aus einer Gruppe heraus erfassen. Das Gesetz soll noch vor der Mitte Juli beginnenden Sommerpause verabschiedet werden.

dpa

Regierungsentwurf zum Sexualstrafrecht

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Die Grünen suchen ihre Zukunft in Berlin
Die Grünen treffen sich am Wochenende zum Parteitag in Berlin. Nach dem Jamaika-Knall steuert die Partei vorerst ins Unbekannte. Personalfragen stehen an, doch noch ist …
Die Grünen suchen ihre Zukunft in Berlin
Simbabwes neuer Präsident Mnangagwa wird vereidigt
Bis zu den für 2018 geplanten Wahlen soll Mnangagwa das Land mindestens führen. Heute wird der Nachfolger von Simbabwes Langzeitpräsident Mugabe öffentlich vereidigt.
Simbabwes neuer Präsident Mnangagwa wird vereidigt
Schulz in Not - Muss der SPD-Parteichef gehen?
Es brennt in der SPD: Die Partei quält sich mit der Frage nach einer Großen Koalition. Zwischen Fraktion und Partei klafft ein Riss. Den Tag über schwirren Gerüchte …
Schulz in Not - Muss der SPD-Parteichef gehen?
Maas: „SPD kann sich nicht wie trotziges Kind verhalten“
Noch immer streiten die Parteien, wer der Schuldige für das Scheitern von Jamaika ist - unterdessen könnte eine bereits abgeschriebene Lösung wieder aktuell werden. Alle …
Maas: „SPD kann sich nicht wie trotziges Kind verhalten“

Kommentare