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Doch noch 9-Euro-Ticket-Nachfolge? Wissing möchte bis Ende des Jahres Antworten finden

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Von: Linus Prien

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Bundesverkehrsminister Volker Wissing bei der Klausurtagung der Bundesregierung auf Schloss Meseberg
Bundesverkehrsminister Volker Wissing © IMAGO/Chris Emil Janssen

Nach drei Monaten 9-Euro-Ticket wird intensiv über eine Weiterführung des Angebots diskutiert. Volker Wissing möchte nun eine Nachfolge bis Ende des Jahres finden.

Berlin - Drei Monate lang war das 9-Euro-Ticket für die Deutschen verfügbar. Zum ersten September ist das Angebot ausgelaufen. Nachdem viele Stimmen eine Nachfolgelösung gefordert hatten, äußerte sich nun der Bundesverkehrsminister Volker Wissing. Der FDP-Politiker möchte diese Frage bis Ende des Jahres geklärt wissen: „Unser Ziel sollte sein, spätestens zu Beginn des Jahres 2023 ein neues Ticket zu haben“, sagte der FDP-Politiker den Zeitungen der Mediengruppe VRM. „Ich möchte ein vom Preis her möglichst attraktives Ticket, das deutschlandweit gilt und als Abo-Variante zu kaufen ist.“ Der Preis hänge „von der konkreten Ausgestaltung und der Verteilung der Kosten zwischen Bund, Ländern und den Kunden ab“.

9-Euro-Ticket: Wissing überzeugt seinen Parteichef

Noch vor kurzer Zeit erteilte Bundesfinanzminister und FDP-Chef Christian Lindner der Weiterführung des 9-Euro-Tickets noch eine Absage. Lindner äußerte Bedenken mit Hinblick auf die Finanzierung der Fortsetzung des Angebots und unterstellte den Befürwortern des Angebots eine „Gratismentalität“. Wegen seiner Formulierung erntete der Minister Kritik.

Doch der FDP-Chef änderte seine Meinung, wie er via Twitter mitteilte: „Volker @Wissing hat mich überzeugt: Er kann mit einem Bruchteil der Finanzmittel des #9EuroTicket|s ein bundesweit nutzbares, digital buchbares Ticket realisieren. Jetzt sind die Länder dran. Wenn die Finanzierungsfrage klar ist, kann der Preis festgelegt werden“.

Die 9-Euro-Tickets ermöglichten im Juni, Juli und August jeweils für einen Monat bundesweit Fahrten in Bussen und Bahnen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Die Sonderaktion, um Fahrgäste von gestiegenen Energiekosten zu entlasten, lief am Mittwoch aus. Nach Branchenangaben wurden rund 52 Millionen Tickets verkauft. Der Bund finanzierte die Aktion mit 2,5 Milliarden Euro zum Ausgleich von Einnahmeausfällen bei Verkehrsanbietern. (lp/dpa)

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