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Kundgebung von Opel-Beschäftigten in Eisenach

Gewerkschaftler wählt deutliche Worte

Abfuhr bei Opel: Höcke fliegt von Demo - und verschweigt Zwischenfall auf Facebook

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Einen peinlichen Moment hat AfD-Rechtsaußen Björn Höcke erlebt: Er war bei einer Demo von Opel-Mitarbeitern nicht erwünscht. Seine Reaktion auf Facebook sorgt für Spott.

Eisenach - Die Beschäftigten des Opel-Werks in Eisenach freuen sich zwar über solidarische Unterstützung - auf die von Thüringens umstrittenem AfD-Chef Björn Höcke verzichten sie aber offenbar lieber. Höcke wollte sich am Dienstag unter die knapp 1400 Teilnehmer einer Aktion für den Erhalt der Autofabrik in Eisenach mischen - Opelaner und Vertrauensleute drängten ihn und etwa ein halbes Dutzend andere AfD-Anhänger jedoch immer weiter von der Kundgebung ab, wie Bilder und Videoaufnahmen beweisen. Die Solidarität der AfD werde nicht gebraucht, erklärte der Betriebsrat später.

Höcke erwähnt Vorfall nicht - User kontern süffisant

Auf seiner Facebookseite veröffentlichte Höcke Fotos seiner kurzen Teilnahme an der Demonstration. Von der abwehrenden Haltung der Protestierenden ihm gegenüber war in dem Posting allerdings nichts zu sehen oder zu lesen. Ein Umstand, den einige Nutzer für Häme nutzten: „Lügenbernd“ kommentierte etwa ein User ein Foto. Eine Anspielung auf das Schlagwort „Lügenpresse“, mit dem Pegida, aber auch AfD-Politiker wiederholt verschiedenste Medien bedachten - und einen vielbeachteten Versprecher im Programm des ZDF.

Lesen Sie auch: Geheime Warnung nach Höcke-Rede bei AfD-Veranstaltung entdeckt

Auch der stellvertretende Vorsitzende des DGB-Bezirks Hessen-Thüringen, Sandro Witt, meldete sich auf Facebook zu Wort. „Die Arbeiter_innen wissen, wen sie nicht dulden. Das was Sie in Eisenach erlebt haben, erleben Sie ab jetzt auf jeder unserer Veranstaltungen“, kündigte er Höcke an: „Von der nächsten Gewerkschaftsdemo fliegen Sie und zwar ohne Diskussionen.“

Nicht die erste Abfuhr für den umstrittenen Politiker

Höcke gilt - auch wegen seiner Dresdner Rede zur deutschen Erinnerungskultur vor mehr als einem Jahr - als Rechtsaußen in der AfD. In der Debatte um die Zukunft des Eisenacher Opel-Werks, für das die Belegschaft Investitionszusagen des französischen Opel-Mutterkonzerns PSA fordert, hatte Höcke kürzlich erklärt, Deutschland brauche „endlich wieder eine patriotische Wirtschaftspolitik“.

Für Höcke ist es nicht die erste Abfuhr bei einer Veranstaltung. Am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus im Januar 2017 war der AfD-Rechtsaußen demonstrativ vor der KZ-Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar vorgefahren - obwohl er dort zur unerwünschten Person erklärt worden war. An mehreren Stellen mussten sich damals Mitarbeiter der Gedenkstätte postieren, um Höcke abzufangen und das Hausverbot auszuhändigen. Medienwirksam nahm er das Papier entgegen. Später erklärte sich Höcke zum Opfer politischer Auseinandersetzungen.

Lesen Sie auch: Petry sieht AfD nach Vorstandswahl in Höckes Hand

fn/dpa

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