Urteil in Berlin

Abgelehnte Lehrerin mit Kopftuch bekommt Entschädigung

Eine muslimische Lehrerin, die ein Kopftuch trägt und bei der Bewerbung in Berlin abgelehnt wurde, bekommt Geld vom Land.

Berlin - In einem Rechtsstreit vor dem Berliner Arbeitsgericht schlossen beide Parteien einen Vergleich, wie das Gericht am Montag mitteilte. Das Land Berlin habe sich zur Zahlung von zwei Monatsgehältern verpflichtet. In einem zweiten Fall soll es eine weitere mündliche Verhandlung geben.

Die Frauen hatten sich auf eine Stelle an einer Berliner Schule beworben. Im Bewerbungsgespräch habe es Hinweise darauf gegeben, dass sie als Lehrerinnen an der Schule kein Kopftuch aus religiösen Gründen tragen dürften. Das schreibt das Berliner Neutralitätsgesetz vor.

Bereits Anfang Februar hatte das Arbeitsgericht einer abgelehnten muslimischen Lehrerin mit Kopftuch eine Entschädigung von 8680 Euro zugesprochen, weil sie benachteiligt worden sei. Die Frau hatte geltend gemacht, sie sei wegen des Kopftuchs abgelehnt und damit diskriminiert worden. Das Gericht hatte jedoch betont, es handele sich um eine Einzelfallentscheidung.

Lesen Sie auch: EuGH: Kopftuch-Verbot im Job kann rechtens sein

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Union und SPD planen weiter Koalitionsausschuss
Wann gibt es ein erstes Treffen der beiden neuen SPD-Chefs Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans mit der Unionsspitze? Es gibt verwirrende Nachrichten. Klappt es vor …
Union und SPD planen weiter Koalitionsausschuss
Grobe Kritik an Greta Thunberg: Brasilianischer Präsident bezeichnet Klimaaktivistin als „Göre“
Greta Thunberg moniert die Ermordung von Ureinwohnern in Brasilien. Der öffentliche Konter des umstrittenen Staatspräsidenten Jair Bolsonaro lässt nicht lange auf sich …
Grobe Kritik an Greta Thunberg: Brasilianischer Präsident bezeichnet Klimaaktivistin als „Göre“
Greta Thunberg erfährt höchste Ehre: Sie ist „Person des Jahres“ - sie setzte sich gegen namhafte Konkurrenz durch
Greta Thunberg ist vom „Time“-Magazin zur Person des Jahres ernannt worden. Damit befindet sich die Klima-Aktivistin aus Schweden in prominenter Gesellschaft.
Greta Thunberg erfährt höchste Ehre: Sie ist „Person des Jahres“ - sie setzte sich gegen namhafte Konkurrenz durch
Von der Leyen stellt „Green Deal“ vor - Kritik folgt prompt: „Machtpolitische Motivation“
Während in Madrid der UN-Klimagipfel tagt, treibt die neue EU-Kommission ein Riesenprogramm für ein klimafreundliches Europa voran. Allerdings kommen Details erst 2020 …
Von der Leyen stellt „Green Deal“ vor - Kritik folgt prompt: „Machtpolitische Motivation“

Kommentare