Bluttat in Unterföhring: Polizistin wird wohl nicht mehr aufwachen

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Ein Autogramm bitte: Sigmar Gabriel hatte im Oktober 2015 einen Extrawunsch an Wladimir Putin.

Das steckt dahinter

Absurde Aktion: Gabriel holte sich Autogramm von Putin

Moskau/Berlin - Vizekanzler Gabriel soll sich von Russlands Präsident Putin ein Autogramm geholt haben. Es ist ein etwas eigenwilliger Vorgang in einer angespannten Situation zwischen beiden Staaten.

Sigmar Gabriel (57) stand bislang für vieles - gerade für unvorhersehbare Manöver. Doch diese Anekdote aus seiner am Montag erscheinenden Biografie ist absurd: Der Vizekanzler gibt den Autogrammjäger und das ausgerechnet bei Wladimir Putin.

Der russische Präsident hatte im März 2014 die Krim annektiert, seitdem beherrscht vor allem ein kühles bis kaltes Verhältnis die Beziehungen zwischen Berlin und Moskau.

Absurde Aktion im Gespräch über Krim-Annektion und Gaspipeline

Als Gabriel im Oktober 2015 zu einem Gespräch in Putins Residenz Nowo-Ogarjowo bei Moskau reist, hält ihn das offenbar nicht: Er gibt den Autogrammjäger. Die Unterschrift des in Berlin äußerst kritisch gesehenen Machthabers, ist allerdings nicht für Gabriel selbst. Er holt es für Oksana, eine in Sibirien geborene Zahnarzthelferin in der Praxis von Gabriels Frau Anke.

Putin macht das, schreibt „Oksana“ und „Alles Gute“ auf sein Foto, das Gabriel mit nach Goslar nimmt. Eine absurde Aktion im Gespräch über Krim-Annektion und Gaspipeline. 

Altkanzler Schröder stellt Gabriels Buch vor

Die Geschichte findet sich laut Bild-Zeitung in der ersten Biografie über den SPD-Vorsitzenden wieder. Christoph Hickmann (Süddeutsche Zeitung) und Daniel Friedrich Sturm (Die Welt) bewerten das so: „Vollkommen absurd, aber so ist Sigmar Gabriel: immer für (...) irgendeine Aktion gut, mit der er vollkommen aus dem Rahmen fällt.“

Das Buch wird am kommenden Montag von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) in Berlin.

mke

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