+
CSU-Landesgruppe will Schwangerschaftsabbrüche senken.

Nach Steigerung in 2017

Bericht: CSU-Landesgruppe will niedrigere Abtreibungszahlen erreichen

Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche ist 2017 erstmals seit langem wieder gestiegen. Die CSU-Landesgruppe im Bundestag will die Zahl wieder senken.

Berlin - Die CSU-Landesgruppe im Bundestag will sich einem Bericht zufolge auf ihrer bevorstehenden Klausurtagung für niedrigere Abtreibungszahlen aussprechen. "Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche ist nach wie vor zu hoch", zitierte die "Passauer Neue Presse" (Donnerstagsausgabe) aus einem Entwurf für die am Donnerstag beginnende Klausurtagung. Mit einem umfassenden "Maßnahmenpaket" sollen demnach Frauen in Schwangerschaft-Konfliktsituationen unterstützt werden, "damit sich wieder mehr ungewollt Schwangere zur Weitergabe des Lebens entscheiden".

Zahl der Schwangerschaftsabbrüche 2017 erstmals wieder gestiegen

Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche war in Deutschland über Jahre immer weiter gesunken. 2017 stieg sie erstmals wieder leicht an um 2,5 Prozent auf rund 101.000. Abtreibung ist hierzulande laut Strafgesetzbuch verboten, in bestimmten Fällen aber straffrei.

In dem CSU-Papier positionieren sich die Abgeordneten laut dem Zeitungsbericht gegen mögliche Lockerungen der Gesetzgebung. "Forderungen nach einer kompletten Legalisierung von Abtreibungen sowie nach einer Abschaffung oder auch Anhebung der Straffreiheitsfrist erteilen wir deshalb eine scharfe Absage", heißt es demnach. Anfang Dezember hatte sich der Juso-Bundeskongress für eine komplette Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen ausgesprochen.

Lesen Sie auch: Papst Franziskus vergleicht Abtreibung mit Auftragsmord

"Für uns bleibt Gott der Schöpfer allen Lebens“

In dem CSU-Papier werden laut der "Passauer Neuen Presse" auch enge Grenzen für neue Methoden in der Medizin gefordert. "Für uns bleibt Gott der Schöpfer allen Lebens - und nicht der Mensch", heißt es demnach. "Dieses Bekenntnis ist unsere Richtschnur in der Diskussion über und der Bewertung von medizinischen Innovationen." Zwar seien Innovationen zum Schutz und Erhalt des Lebens zu begrüßen. "Wo aber aus Vorsorge Auslese und aus Eingriffen Manipulation wird, setzen wir ein klares Stoppzeichen." Nicht alles, was möglich sei, sei auch nötig.

AFP

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

UN-Klimakonferenz dauert an
Die Augenringe der Verhandler werden größer, aber eine Einigung beim Weltklimagipfel in Madrid ist nicht in Sicht. Was über Nacht erarbeitet wurde, bringt Umweltschützer …
UN-Klimakonferenz dauert an
Nordkorea meldet neuen Test auf Satellitenstartgelände
Nordkorea hat den USA im Streit um sein Atomprogramm eine Frist bis zum Jahresende gesetzt. Washington soll neue Vorschläge für Gespräche machen. Unterstrichen werden …
Nordkorea meldet neuen Test auf Satellitenstartgelände
„Misstrauen und Kontrollwut“ - Bayerns Krankenhäuser kritisieren Gesundheitsminister Jens Spahn scharf
Die Stimmung an den Krankenhäusern sei schlecht, beklagt die Vorsitzende der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG). Einen Übeltäter wurde auch schon ausgemacht: …
„Misstrauen und Kontrollwut“ - Bayerns Krankenhäuser kritisieren Gesundheitsminister Jens Spahn scharf
Donald Trump: Oberstes Gericht entscheidet über Herausgabe seiner Finanzunterlagen
US-Präsident Donald Trump weigerte sich bisher vehement seine Steuerunterlagen herauszugeben. Nun schaltet sich der Supreme Court in den USA ein. 
Donald Trump: Oberstes Gericht entscheidet über Herausgabe seiner Finanzunterlagen

Kommentare