Finanzministerium übermittelt Daten

ADAC nennt erste Steuerzahlen

München – Der ADAC hat in den letzten zehn Jahren über eine Milliarde Euro Steuer in Bayern gezahlt, ist damit aber gut weggekommen. Das geht aus Daten vor, die das Finanzministerium nun übermittelt hat.

„Es gibt keine Steuerprivilegien für den ADAC“, versicherte ein hoher Ministerialbeamter im Landtag.

Der Automobilclub profitiert dabei massiv von einer Schätzung aus dem Jahr 1980 – da hatte Finanzminister Max Streibl (CSU) abgenickt, dass nur zehn Prozent der Mitgliedsbeiträge steuerpflichtig seien. Seither, so beteuerte der Beamte, habe kein Politiker daran gerührt, laufende Betriebsprüfungen hätten die Schätzung nie infrage gestellt. Rückschlüsse auf die Milliardengeschäfte des Clubs lassen die Daten aber nur bedingt zu. Der ADAC hat den Freistaat für die Sitzung des Haushaltsausschusses nur sehr eingeschränkt vom Steuergeheimnis befreit. Für die Regionalvereine Nord- und Südbayern darf nichts gesagt werden; ebenso nichts zur Grunderwerbs- und zur Kapitalertragssteuer. SPD, Grüne und Freie Wähler kritisierten das im Landtag scharf.  

cd

Rubriklistenbild: © dpa

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