+
In neun ägyptischen Provinzen wurde bereits gewählt.

Ägypten: Islamisten ist Wahlsieg kaum noch zu nehmen

Kairo - Die Islamisten haben ihren Vorsprung bei der Stichwahl zum ägyptischen Parlament weiter ausbauen können.

Von 56 Direktmandaten der ersten Wahlrunde sollen sie 44 errungen haben. Dies berichteten die Kairoer Tageszeitungen am Mittwoch nach ersten inoffiziellen Ergebnissen.

Bisher wurde in neun Provinzen gewählt. Von den 56 Direktmandaten gingen den Berichten zufolge 36 an die Muslimbrüder, die zum Großteil unter dem Dach ihrer neuen Partei für Freiheit und Gerechtigkeit, zum Teil aber auch als “Unabhängige“ angetreten waren. Vier Direktmandate konnte sich demnach die radikal-islamische Partei des Lichts sichern. Weitere vier Sitze entfielen auf andere Islamisten.

In Kairo wurden bei der Stichwahl am Montag und Dienstag dieser Woche zwei Vertreter der jungen “Revolutionsbewegung“ gewählt. Ägyptische Medien berichteten, eine Frau im Brautkleid sei in der Stadt Alexandria von Anhängern der Partei des Lichts an der Stimmabgabe gehindert worden. Die Islamisten hätten Anstoß an ihrem Kleid genommen.

Wahlen gehen noch bis Januar

Die offiziellen Ergebnisse werden für diesen Donnerstag erwartet. Die Parlamentswahl hatte am 28. November in Kairo, Alexandria und sieben weiteren Provinzen begonnen. In neun weiteren Provinzen wird am 14. Dezember erstmals gewählt, in den restlichen Provinzen am 3. Januar. Insgesamt werden 498 Abgeordnete aus 27 Provinzen gewählt, davon zwei Drittel über Listen und ein Drittel über Direktwahl.

Noch am Mittwoch sollte die neue Übergangsregierung unter Ministerpräsident Kamal al-Gansuri vereidigt werden. Bis zur letzten Minute gab es Spekulationen darüber, wer Innenminister wird. Denn die letzte Übergangsregierung war wegen der Gewalt der Polizei gegen Demonstranten zum Rücktritt gedrängt worden.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Finstere Prognose in der „New York Times“: Nach Merkel ist „Deutschland am Ende“
Die Zukunft Deutschlands sieht alles andere als rosig aus - zumindest wenn man einem Kommentar in der „New York Times“ Glauben schenkt. 
Finstere Prognose in der „New York Times“: Nach Merkel ist „Deutschland am Ende“
Meuthen übersetzt Namen der CDU-Chefin AKK mit „Afrika kann kommen“
Der AfD-Bundesvorsitzende Meuthen wird schärfer im Ton gegenüber der CDU. Er kritisiert die Einstellung zu Asyl- und Flüchtlingspolitik von Annegret Kramp-Karrenbauer.
Meuthen übersetzt Namen der CDU-Chefin AKK mit „Afrika kann kommen“
Trump tauscht weiteren Minister aus - Melania erntet Spott für neue Haarfarbe
Aus der Regierungsmannschaft von US-Präsident Donald Trump scheidet ein weiteres Mitglied aus. Innenminister Ryan Zinke werde zum Jahresende gehen.
Trump tauscht weiteren Minister aus - Melania erntet Spott für neue Haarfarbe
Trump verkündet Ausscheiden von umstrittenem Innenminister
Das irre schnelle Personalkarussell im Weißen Haus von Präsident Trump dreht sich weiter: Nun geht der skandalumwitterte Innenminister - nachdem Trump gerade erst einen …
Trump verkündet Ausscheiden von umstrittenem Innenminister

Kommentare