Ärzte-Streit

Ausgleich für Einbußen

München - Praxisärzte mit massiven Einbußen durch die Honorarreform sollen einen Ausgleich bekommen. Dies hat der Einheitliche Bewertungsausschuss in Berlin beschlossen.

Das Gremium sprach sich dafür aus, bei der Honorarverteilung mehr regionale Spielräume zuzulassen. Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) begrüßte die Entscheidung. Die zusätzlichen 280 Millionen Euro an bayerischen Arzthonoraren könnten jetzt gerechter verteilt werden, erklärte Söder. Er wertete die Korrektur als Erfolg für Bayern. "Wir haben uns in Berlin gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung durchgesetzt."

Bayerns Fachärzte hatten über massive Einbußen geklagt und flächendeckende Proteste angekündigt. Die Einigung in Berlin beurteilte Thomas Scharmann, Vorsitzender der Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände, kritisch. Er wolle zunächst Details abwarten, sagte Scharmann. Die AOK Bayern unterstützt dagegen den Kompromiss. Finanzielle Härten für einzelne bayerische Facharztgruppen könnten nun gezielt abgefedert werden, hieß es in einer Erklärung.

sha

Auch interessant

Kommentare