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Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer (links) kritisiert Bundesverkehrsminister Ramsauer (Archivbild).

Äußerung zu Verwandtenaffäre

Seehofer rüffelt Ramsauer

München - In einem Interview hatte Bundesverkehrsminister Ramsauer behauptet, die Verwandtenaffäre im bayerischen Landtag sei für die Wähler nicht so schlimm. Dafür gibt's jetzt einen Rüffel von Ministerpräsident und CSU-Chef Seehofer.

Die Verwandtenaffäre im bayerischen Landtag sorgt jetzt auch innerhalb der CSU für Streit. Ministerpräsident Horst Seehofer rüffelte öffentlich seinen Parteikollegen, Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, der im Berliner „Tagesspiegel“ erklärt hatte, die Wähler fänden die Affäre nicht „so schlimm“. Dabei gehe es um keine „Petitesse“, sagte Parteichef Seehofer der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstag). „Der Peter Ramsauer kennt die einzelnen Fälle und Hintergründe kaum. Ich teile seine Einschätzung nicht.“

Zugleich erhöhte der Koalitionspartner FDP in der Affäre, in der es um die Beschäftigung von Ehefrauen und Kindern durch Abgeordnete geht, den Druck auf Seehofer. Die FDP-Landeschefin, Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, forderte im „Münchner Merkur“ (Dienstag) „rückhaltlose Aufklärung und Transparenz“. Bis jetzt habe die CSU noch nicht alles aufgearbeitet, was aufgearbeitet gehöre: „Die CSU muss alles tun, damit die Bürger schnell wieder Vertrauen in die Politik fassen“, sagte sie dem Blatt.

dpa

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