+
Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer (links) kritisiert Bundesverkehrsminister Ramsauer (Archivbild).

Äußerung zu Verwandtenaffäre

Seehofer rüffelt Ramsauer

München - In einem Interview hatte Bundesverkehrsminister Ramsauer behauptet, die Verwandtenaffäre im bayerischen Landtag sei für die Wähler nicht so schlimm. Dafür gibt's jetzt einen Rüffel von Ministerpräsident und CSU-Chef Seehofer.

Die Verwandtenaffäre im bayerischen Landtag sorgt jetzt auch innerhalb der CSU für Streit. Ministerpräsident Horst Seehofer rüffelte öffentlich seinen Parteikollegen, Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, der im Berliner „Tagesspiegel“ erklärt hatte, die Wähler fänden die Affäre nicht „so schlimm“. Dabei gehe es um keine „Petitesse“, sagte Parteichef Seehofer der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstag). „Der Peter Ramsauer kennt die einzelnen Fälle und Hintergründe kaum. Ich teile seine Einschätzung nicht.“

Zugleich erhöhte der Koalitionspartner FDP in der Affäre, in der es um die Beschäftigung von Ehefrauen und Kindern durch Abgeordnete geht, den Druck auf Seehofer. Die FDP-Landeschefin, Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, forderte im „Münchner Merkur“ (Dienstag) „rückhaltlose Aufklärung und Transparenz“. Bis jetzt habe die CSU noch nicht alles aufgearbeitet, was aufgearbeitet gehöre: „Die CSU muss alles tun, damit die Bürger schnell wieder Vertrauen in die Politik fassen“, sagte sie dem Blatt.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Ermittler verfolgen nach Anschlag in Barcelona neue Spur
Die Polizei sucht noch immer nach den Schlüsselfiguren des Terrors in Katalonien. Bei der Trauerfeier in der imposanten Sagrada Familia ist das Nebensache. Es geht um …
Ermittler verfolgen nach Anschlag in Barcelona neue Spur
News-Ticker: Polizei Verdächtigem auf der Spur - Vermisster Junge aufgetaucht?
Nach dem Anschlag in Barcelona ist die Polizei einem Verdächtigen auf der Spur. Ein siebenjähriger Junge aus Australien wird derweil vermisst. Alle Neuigkeiten finden …
News-Ticker: Polizei Verdächtigem auf der Spur - Vermisster Junge aufgetaucht?
Terrorzelle von Barcelona hatte 120 Gasflaschen für Anschläge gehortet
Die Polizei hat in einem Haus im spanischen Alcanar 120 Gasflaschen entdeckt, die für „einen oder mehrere Anschläge“ geplant waren.
Terrorzelle von Barcelona hatte 120 Gasflaschen für Anschläge gehortet
Gabriel schließt erneutes Bündnis mit Union nicht ganz aus
Berlin (dpa) - Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) schließt eine Fortsetzung der großen Koalition nach der Bundestagswahl nicht kategorisch aus.
Gabriel schließt erneutes Bündnis mit Union nicht ganz aus

Kommentare