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AfD-Chef Alexander Gauland. 

Wahl ist in vier Monaten

AfD Bayern geht ohne Spitzenkandidat in Landtagswahl - Gauland spricht über „Vogelschiss“-Äußerung

Inhalte sind wichtiger als Personen, so die Begründung der AfD in Bayern, warum man ohne Spitzenkandidaten in die anstehende Landtagswahl ziegt. Derweil hat sich AfD-Chef Alexander Gauland über seinen „Vogelschiss“-Eklat geäußert. 

Nürnberg - Die bayerische AfD zieht als einzige Partei ohne einen Spitzenkandidaten in die Landtagswahl in vier Monaten. Dafür entschieden sich die Mitglieder am Samstag bei einem Parteitag in Nürnberg mit deutlicher Mehrheit. Inhalte seien in der AfD wichtiger als Gesichter, hieß es zur Begründung. Die Landtagswahl ist am 14. Oktober. Als aussichtsreichste Kandidaten hatten Franz Bergmüller und die aus Niederbayern stammende Vize-Landeschefin Katrin Ebner-Steiner gegolten, doch die Partei war hier gespalten. Die Vorsitzenden der sieben Bezirke bleiben damit gleichberechtigt. Auf dem Parteitag in Nürnberg soll auch das Wahlprogramm beschlossen werden. 

AfD-Chef Gauland: „Vogelschiss“-Äußerung war „politisch unklug“

AfD-Chef Alexander Gauland hat seine relativierende Äußerung über die Nazi-Zeit als „missdeutbar und damit politisch unklug“ bezeichnet. „Ich habe nichts bagatellisieren, sondern die moralische Verkommenheit ausdrücken wollen“, sagte Gauland am Samstag beim Parteitag der bayerischen AfD in Nürnberg. Wegen des NS-Regimes habe es 50 Millionen Tote und darunter sechs Millionen Juden gegeben. „Dieses furchtbare Missverhältnis kann mit dem von mir verwendeten Begriff nicht ausgedrückt werden“, sagte Gauland.

Der AfD-Fraktionschef im Bundestag hatte beim Bundeskongress der AfD-Nachwuchsorganisation Junge Alternative im thüringischen Seebach gesagt: „Hitler und die Nazis sind nur ein Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte.“ Der Satz fiel nach einem Bekenntnis zur Verantwortung der Deutschen für den Nationalsozialismus mit Millionen ermordeten Juden und Millionen Kriegstoten.

dpa/AFP

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