+
Petr Bystron , AfD-Landeschef, bleibt auf Listenplatz vier.

Listenparteitag 

AfD Bayern stärkt Landeschef Petr Bystron den Rücken

  • schließen

Greding – Trotz seiner Beobachtung durch den Verfassungsschutz hat der bayerische AfD-Landeverband seinem Vorsitzenden Petr Bystron den Rücken gestärkt.

Einen Antrag mehrerer Mitglieder, Bystrons Bundestags-Listenplatz vier neu zu wählen, wies die Versammlung im mittelfränkischen Greding am Wochenende zurück. Die Mitglieder beschlossen mit großer Mehrheit, sich damit nicht formal zu befassen.

Die Partei gerate „durch diese neue Entwicklung rund um ihren Landesvorsitzenden in die bedrohliche Situation, selbst vom Verfassungsschutz beobachtet zu werden“, hatte es in dem Antrag geheißen. Bystron wird beobachtet, weil er die als rechtsextrem eingestufte „Identitäre Bewegung“ als „tolle Organisation“ und „Vorfeldorganisation“ der AfD bezeichnet hatte. Der AfD-Mann hatte die Begründung zurückgewiesen. Die Zitate würden aus dem Zusammenhang gerissen und überbewertet. Das Landesamt handle auf Druck von Innenminister Joachim Herrmann (CSU), der die politische Konkurrenz kleinhalten wolle. Die Argumentation erneuerte er auf dem Parteitag in Greding. Allerdings räumte er ein, dass er wegen der Äußerungen auch vom AfD-Bundesvorstand eine Abmahnung erhalten habe.

In der Landespartei folgt offenbar eine Mehrheit der Argumentation Bystrons. Man weigere sich „über das Stöckchen der CSU zu springen“, heißt es. Allerdings gab es in Greding auch die Sorge, dass sich die Nominierung bei einer Neuwahl zu lange hinziehen könnte. „Wir würden uns damit dem Risiko aussetzen, die Liste in dem vorgegebenen Zeitrahmen gar nicht mehr abzuschließen“, hatte Bystron in einer Mail an die Mitglieder gewarnt.

thu

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kampf gegen IS: Bundeswehr setzt Ausbildung der Peschmerga im Nordirak fort
Die Bundeswehr hat die Ausbildung kurdischer Peschmerga-Kämpfer im Nordirak am Sonntag nach gut einwöchiger Unterbrechung wieder aufgenommen.
Kampf gegen IS: Bundeswehr setzt Ausbildung der Peschmerga im Nordirak fort
"Gegen Hass und Rassismus im Bundestag": Demo in Berlin
Das Ziel der Veranstalter schien äußerst ehrgeizig, dann aber übertrifft die Beteiligung an ihrer Demonstration sogar ihre Erwartungen. Der Einzug der AfD in den …
"Gegen Hass und Rassismus im Bundestag": Demo in Berlin
Trump hat keine Einwände gegen deutsche Geschäfte mit dem Iran
Trotz seines Konfrontationskurses in der Iran-Politik hat US-Präsident Donald Trump keine Einwände gegen die wachsenden Iran-Geschäfte der deutschen Wirtschaft.
Trump hat keine Einwände gegen deutsche Geschäfte mit dem Iran
Tausende demonstrieren nach Journalisten-Mord auf Malta
Malta ist vielen nur als schöne Urlaubsinsel bekannt. Ein Journalisten-Mord rüttelt die Gesellschaft nun auf. Denn Korruption und mafiöse Geschäfte rücken das EU-Land …
Tausende demonstrieren nach Journalisten-Mord auf Malta

Kommentare