Ergriffen reagierte Albrecht Glaser auf seine Ernennung zum AfD-Kandidaten für die Wahl des Bundespräsidenten.
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Ergriffen reagierte Albrecht Glaser auf seine Ernennung zum AfD-Kandidaten für die Wahl des Bundespräsidenten.

Benennung auf dem Parteitag in Stuttgart

Diesen Mann will die AfD als Bundespräsident

Stuttgart - Ginge es nach der AfD, würde sie 2017 den deutschen Bundespräsidenten stellen. Beim Parteitag in Stuttgart präsentierte sie ihren Kandidaten für die Wahl.

Die Alternative für Deutschland (AfD) hat ihren stellvertretenden Vorsitzenden Albrecht Glaser offiziell als Kandidaten für die Wahl des Bundespräsidenten 2017 benannt. Parteichefin Frauke Petry bestätigte die Personalie am Samstag auf dem Bundesparteitag in Stuttgart.

Die Zeitung „Die Welt“ hatte zuvor berichtet, der 74-jährige Glaser solle nach dem Willen des Vorstands in der Bundesversammlung antreten. Nach Angaben aus Parteikreisen wurde Glaser von einem Mitglied des Bundesvorstandes vorgeschlagen. Der ursprünglich favorisierte Parteivize Alexander Gauland (75) hatte nach Informationen der „Welt“ aus Altersgründen abgelehnt.

Die Wahl des Staatsoberhaupts durch die Bundesversammlung findet am 12. Februar 2017 statt. Bundespräsident Joachim Gauck (76) will seine Entscheidung über eine mögliche zweite Amtszeit vor der Sommerpause bekanntgeben.

Glaser: Politisches Asyl für Ex-Muslime

Muslime, die sich vom Islam lossagen, müssen nach Meinung des AfD-Bundespräsidentenkandidaten Albrecht Glaser politisches Asyl in Deutschland erhalten. Wer sich vom Islam abwende, riskiere, mit dem Tod bedroht zu werden, sagte Glaser am Samstag zu Beginn der Programmdebatte beim AfD-Bundesparteitag in Stuttgart.

Der Islam gehöre nicht zu Deutschland, betonte Glaser. Ein Grund sei das „Urcredo“ des Islam, dass Gott den Mann über die Frau gestellt habe. „Der Islam hat unseren Wertekanon nicht erfunden und ist nicht bereit, ihn zu adaptieren.“ Wenn versucht werde, diesen Standpunkt und das Bekenntnis zur Religionsfreiheit als nicht vereinbar darzustellen, sei das „blanker Unverstand“, betonte der 74-Jährige.

dpa

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