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Das Berghain bei Tag - durchaus eine gängige Öffnungszeit für den legendären Electro-Club.

Für „natürlichen Biorhythmus“

Skurril: Party nur von 22 bis 6 Uhr - AfD will legendären Berliner Club entschärfen

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Die Türsteher „unansehnlich“, die Öffnungszeiten dem Biorhythmus abträglich und dann noch ein Drogenproblem: Die AfD will einen Berliner Club schließen lassen - und erntet Spott.

Berlin - In Berlin hat die AfD offenbar ein neues Betätigungsfeld entdeckt: Die junge Partei sorgt sich nun auch um das Wohlergehen der zahlreichen Partyjünger der Hauptstadt - und will mit harten Bandagen gegen das Berghain, einen der berühmtesten Electroclubs Europas, vorgehen. Ein Ansinnen, das hohe Wellen schlagen könnte. Die konkret geforderten Maßnahmen dürften sich für die Zielgruppe des Clubs allerdings eher skurril lesen...

Den aktuellen Betreibern möchte die AfD die Betriebserlaubnis entziehen - die Nachfolger sollen nur noch von 22 bis 6 Uhr öffnen dürfen, so ist es in einem Antrag an die Bezirksverordnetenversammlung des Stadtbezirks Friedrichshain-Kreuzberg zu lesen. Der Grund: Den Feiernden solle so ein „natürlicher Biorhythmus“ ermöglicht werden.

AfD fordert: Darkrooms beleuchten und Nachhilfe aus London

Ein Dorn im Auge sind den Antragstellern um die Politikerin Sibylle Schmidt - eine frühere taz-Journalistin - auch etwaige Ausschweifungen: „Sexuelle Handlungen sind durch entsprechende Beleuchtung und Personal zu unterbinden“, fordern sie eine Entschärfung der berühmt-berüchtigten „Darkrooms“ des Clubs auf recht pragmatischem Wege.

Zur Begründung führt die Partei teils ernstliche gesundheitliche Bedenken an: „Drogen aller Art“ könnten „leicht erworben werden“, heißt es in dem Antrag. Andere Argumentationslinien wirken ausgefallener. 

„Zahlungswillige“ würden im Berghain von „unintelligenten, unansehnlichen Wichtigtuern“ selektiert, schießen die Verfasser des Antrags gegen die Türsteher des Clubs. Und empfehlen, die Betreiber sollten sich „beispielsweise in Manchester, London, Rio oder auf Sardinien in berühmten, funktionierenden Clubs Nachhilfe in Ablauf und Musikprogramm“ holen.

Twitter-User sind amüsiert

Dass der Antrag angenommen wird, scheint eher unwahrscheinlich. Auf Twitter schossen in jedem Fall umgehend die Spott-Postings wie Pilze aus dem Boden - samt einiger wenig schmeichelhafter Vermutungen über die eigentliche Motivation für den Antrag.

Lesen Sie auch: Bushido knöpft sich die Geissens vor: „Statement hätte von der AfD sein können“

fn

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