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AfD-Chef Bernd Lucke

AfD-Chef Lucke für Rede beim Parteitag kritisiert

Berlin - Der Chef der Partei Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke, ist für Teile seiner Rede beim Bundesparteitag in Bremen heftig aus den eigenen Reihen kritisiert worden.

Der stellvertretende AfD-Sprecher Alexander Gauland bezeichnete in der "Rhein-Neckar-Zeitung" vom Montag Luckes Aussage, die Arbeit der bisherigen Parteispitze sei "stümperhaft" gewesen, als "Schwachsinn". Diese Einschätzung sei "völlig falsch" sowie "unsinnig und unkollegial", kritisierte Gauland.

Der Vize-Sprecher der Partei bezeichnete Luckes Rede als "nicht sehr zielführend und für die Einheit der Partei nicht klug und nicht glücklich". Er selbst habe den Satzungskompromiss mitgetragen, obwohl er die Argumente von Lucke nicht für tragfähig halte, sagte Gauland.

Die bisherige Ko-Vorsitzende Frauke Petry sagte der Zeitung, Lucke müsse "integrativ wirken". An dieser Stelle müsse er noch "nacharbeiten". Die stellvertretende Parteivorsitzende Patricia Casale sagte zu Luckes Äußerungen, diese seien "sicher nicht persönlich gemeint" gewesen. "Aber ich lasse mich nicht als Stümper bezeichnen."

Lucke selbst sagte der "Rhein-Neckar-Zeitung" zu seiner Äußerung, diese sei "vielleicht etwas missverständlich" gewesen. "Ich habe nicht die Vorstandsmitglieder sondern die Bedingungen, unter denen wir gearbeitet haben, als stümperhaft bezeichnet."

Die rund 1700 Teilnehmer des AfD-Parteitags in Bremen waren am Wochenende mit deutlicher Mehrheit Luckes Wunsch gefolgt, die AfD nur noch von einem Vorsitzenden führen zu lassen. Zu der bisherigern dreiköpfigen Spitze gehörte neben Lucke und Petry auch Konrad Adam.

AFP

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