Jörg Meuthen, Co-Vorsitzender der AfD, gilt derzeit als isoliert.

Wirft er von selbst hin?

AfD-Chef Meuthen unter Druck

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München – Der AfD-Co-Vorsitzende Jörg Meuthen gerät parteiintern immer stärker unter Druck. In der AfD wird nicht mehr ausgeschlossen, dass Meuthen nach der Spaltung seiner baden-württembergischen Landtagsfraktion von selbst hinwirft.

Jörg Meuthen gilt als isoliert und auch für einstige Vertraute kaum noch zugänglich. „Es kommt im Moment keiner mehr an ihn ran“, sagt ein AfD-Funktionär, der in der Partei bestens vernetzt ist.

Bereits am Dienstag war die vom Bundesvorstand angeordnete Wiedervereinigung der gespaltenen AfD-Landtagsfraktion in Baden-Württemberg vorerst gescheitert. Der Streit in der Fraktion, der Meuthen vorstand, hatte sich an der Frage entzündet, wie die AfD mit dem Abgeordneten Wolfgang Gedeon umgehen soll, dem Antisemitismus vorgeworfen wird. Mehrere Abgeordnete weigerten sich, Gedeon auszuschließen, Meuthen hatte die Fraktion darauf mit 13 Parteikollegen verlassen. Zu diesen Problemen kommt ein Machtkampf mit seiner Co-Parteivorsitzenden Frauke Petry. Nach Wahrnehmung vieler AfD-Funktionäre hatte Meuthen zuletzt verstärkt den Kontakt zur Parteirechten um den thüringischen Fraktionschef Björn Höcke gesucht, die Petry kritisch sieht. Auf einem Treffen in Thüringen hatte er demonstrativ den Schulterschluss gesucht. Meuthen wirft Petry auch vor, sie habe den Konflikt in Baden-Württemberg angeheizt. Petry bestreitet das.

Die Parteibasis drängt derweil auf eine Klärung. Am 14. August tagt der AfD-Konvent, eine Art kleiner Parteitag. Nach Informationen unserer Zeitung will dieser den Vorstand dazu aufrufen, interne Konflikte beizulegen. Ansonsten wird das Gremium wohl einen regulären Parteitag einberufen, auf dem die Führung neu gewählt werden könnte. Spätestens dann hätte Meuthen wohl kaum noch Chancen auf seine Wiederwahl. 

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