+
Frauke Petry hat nach einem Bericht des Spiegel Gelder der AfD-Fraktion in Sachsen zweckentfremdet.

Spiegel berichtet

Petry soll AfD-Geld für Medienteam zweckentfremdet haben

Dresden - Die Beschäftigung des Sprechers der AfD-Spitzenpolitikerin Frauke Petry bei der Landtagsfraktion in Sachsen sorgt für Irritationen.

AfD-Chefin Frauke Petry soll dem Spiegel zufolge Mittel ihrer Fraktion im Sächsischen Landtag in unzulässiger Weise für die Partei verwendet haben. Es bestehe der Verdacht, dass Petry mit den Geldern ihr eigenes Presseteam finanziere, wie das Hamburger Nachrichtenmagazin am Freitag berichtete. Dem sächsischen Rechnungshof zufolge dürfe aus dem Budget für die parlamentarische Arbeit kein Geld für die Parteiarbeit abgezweigt werden.

Petrys neuer Sprecher Markus Frohnmaier sagte dem Magazin, er sei als Fraktionsreferent angestellt. Auch Petrys Medienberater, der ehemalige "Focus"-Redakteur Michael Klonovsky, erhält dem Bericht zufolge demnächst einen Vertrag, den weder die Bundes- noch die Sachsen-AfD finanziert.

Der parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion im sächsischen Landtag, Uwe Wurlitzer, wies den Bericht als "falsch" zurück. "Die Zweckbestimmungen für die Verwendung von Fraktionsmitteln werden eingehalten", erklärte Wurlitzer in Dresden. Sämtliche Verträge seien jederzeit durch den Rechnungshof überprüfbar. Petrys Mitarbeiter werde je zur Hälfte aus Fraktionsmitteln und Parteigeldern bezahlt.

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Weltweit Millionen junge Arbeitslose
Genf (dpa) - Weltweit sind nach einer neuen UN-Analyse 70,9 Millionen junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren arbeitslos. Das entspricht einer Quote von 13,1 Prozent, …
Weltweit Millionen junge Arbeitslose
Kommentar: Ende mit Schrecken
Nach dem Erdbeben der Sonntagnacht steht Berlin unter Schock. Das System Merkel wankt.Ein Kommentar von Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis.
Kommentar: Ende mit Schrecken
CDU Niedersachsen stimmt Koalitionsvertrag mit SPD zu
Auch die CDU hat dem Vertrag zur Bildung der großen Koalition in Niedersachsen zugestimmt. Sie plant nach einer selbstkritischen Wahlkampfanalyse die Neuaufstellung. Nun …
CDU Niedersachsen stimmt Koalitionsvertrag mit SPD zu
Mehrheit ist für Neuwahlen, Umfrageschelte für FDP
Knapp die Hälfte der Bundesbürger befürwortet nach dem Scheitern der Jamaika-Verhandlungen Neuwahlen. Die FDP erntet für das Verlassen der Sondierungen Kritik.
Mehrheit ist für Neuwahlen, Umfrageschelte für FDP

Kommentare