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AfD-Chefin Frauke Petry ist für eine Zusammenarbeit mit der rechtsextremen französischen Partei Front National.

Wahlerfolge der Partei

AfD-Chefin Petry für Zusammenarbeit mit Front National

Berlin - AfD-Chefin Frauke Petry will eine engere Kooperation EU-kritischer Parteien in Europa und dabei auch mit der rechtsextremen französischen Partei Front National (FN) zusammenarbeiten.

"Die Zusammenarbeit mit dem Front National auf europäischer Ebene ist realpolitisch geboten", sagte Petry dem Münchner Merkur (Dienstag). Das gelte wegen des Gewichts Frankreichs und wegen der Wahlerfolge der Partei. "Deutschland, Frankreich und Großbritannien müssen kooperieren, wenn wir diese EU reformieren wollen. Da kommen wir am Front National am Ende nicht vorbei."

Derzeit teilen sich die EU-kritischen Parteien im Europäischen Parlament auf drei Fraktionen auf. Für die AfD beansprucht Petry bei einer möglichen Kooperation der EU-Kritiker eine Führungsfunktion. "Dass die AfD wegen des Gewichts Deutschlands dort eine wichtige Rolle spielen muss, halte ich für eine strategische Notwendigkeit."

Mit dem Chef der österreichischen FPÖ, Heinz-Christian Strache, hatte Petry sich bereits im Februar getroffen und eine stärkere Kooperation vereinbart.

Mit einem Eklat hatte unterdessen das Treffen zwischen dem Zentralrat der Muslime und der AfD geendet. Partei-Chefin Frauke Petry hatte nach knapp einer Stunde den Saal verlassen.

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