+
Bernd Lucke ist von Frauke Petry enttäuscht. Foto: David Ebener/Archiv

Zoff in der AfD

Lucke und Petry schließen Zusammenarbeit aus

Berlin - Der Riss in der Spitze der Alternative für Deutschland ist wohl nicht mehr zu kitten. Parteigründer Bernd Lucke sagte vor Beginn einer Sitzung des AfD-Bundesvorstandes in Berlin, er sei von der Co-Vorsitzenden Frauke Petry enttäuscht.

Ihr gehe es nur darum, "ihren persönlichen Ehrgeiz zu befriedigen". Er könne sich deshalb nicht vorstellen, auch nach dem Bundesparteitag in drei Wochen noch mit Petry im Vorstand zusammenzuarbeiten.

Auch Petry schloss dies aus. Sie warf Lucke vor, er habe der AfD mit der Gründung seines Vereins "Weckruf 2015" stark geschadet. "Ich hätte gerne noch vor dem Parteitag eine Klärung", sagte Petry, die auch Vorsitzende der AfD-Fraktion im sächsischen Landtag ist.

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Alexander Gauland sagte: "Ich halte es für sehr schwierig nach diesen Vorfällen, dass Bernd Lucke die Gesamtpartei führt."

Lucke und weitere Vertreter des liberal-konservativen Flügels hatten Anfang der Woche einen Verein gegründet mit dem Ziel, Nationalkonservative in der AfD zu isolieren. Mehr als zehn Prozent der AfD-Mitglieder - vor allem aus den westlichen Bundesländern - haben sich dem Verein angeschlossen.

dpa

Weckruf 2015

AfD-Bundesvorstand

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Türkei beginnt Offensive gegen kurdische YPG in Syrien
Das türkische Militär hat den Artilleriebeschuss der kurdischen Region Afrin in Nordsyrien den achten Tag in Folge fortgesetzt.
Türkei beginnt Offensive gegen kurdische YPG in Syrien
Ein Jahr Donald Trump: Mit dem Kopf durch die Wand
Seit einem Jahr regiert im Weißen Haus ein Polit-Rüpel: Donald Trump. Der US-Präsident vergreift sich in der Wortwahl, die Manieren fehlen ihm, das politische Geschick …
Ein Jahr Donald Trump: Mit dem Kopf durch die Wand
So setzen mächtige SPD-Verbände Schulz jetzt unter Mega-Druck
Seit gut einer Woche herrscht schon Stillstand: Am Sonntagnachmittag wird sich die SPD für oder gegen die GroKo entscheiden - der Ausgang der Abstimmung scheint offen. …
So setzen mächtige SPD-Verbände Schulz jetzt unter Mega-Druck
Türkische Kampfflieger bombardieren kurdische Stellungen in Syrien
Die seit Tagen angekündigte Bodenoffensive der Türkei in Nordsyrien hat nach Angaben von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan "de facto" begonnen.
Türkische Kampfflieger bombardieren kurdische Stellungen in Syrien

Kommentare