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AfD-Frontfrau Alice Weidel (r.) gibt in der Affäre um eine rassistische Email offenbar klein bei.

Nach Bericht der „Welt“

Rassistische E-Mail: AfD-Frontfrau Weidel rückt von Fälschungsvorwurf ab

Als die „Welt am Sonntag“ über eine mutmaßlich von Alice Weidel geschriebene Email mit rassistischem Inhalt berichtete, sprach die AfD-Frontfrau sofort von einer Fälschung - ebenso wie Parteikollegen. Mittlerweile rückt Weidel offenbar von dem Vorwurf ab.

München - Weidels Rechtsanwalt schickte der „Welt am Sonntag“ nun ein Schreiben in dem keine Rede mehr von „Fälschung“ sei, so das Blatt. Die AfD-Spitzenkandidatin bestehe zudem bisher weder auf eine Unterlassung noch auf einen Widerruf.

In der ihr zugeschriebenen E-Mail aus dem Jahr 2013 hatte Weidel Mitglieder der Bundesregierung als „Schweine“ bezeichnet, die „nichts anderes als Marionetten der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs seien“. Sie würden versuchen, das deutsche Volk „klein zu halten indem molekulare Bürgerkriege in den Ballungszentren durch Überfremdung induziert werden sollen.“ In der Mail werden zudem Araber, Sinti und Roma als "kulturfremde Völker" bezeichnet. 

Vorwurf der „Fälschung“ kein Thema mehr

Der Vorwurf „Fälschung“ ist auch auf einem Facebook-Beitrag von Alice Weidel kein Thema mehr. Die „Welt“ erfinde eine Kehrtwende, die es nicht gebe, schreibt die AfD-Fontfrau und spricht allgemein von einer „Schmutzkampagne“. Dann schweift Weidel ab und kritisiert, dass es in dem Blatt zu wenig Berichterstattung über Terroranschläge gebe. 

Führende AfD-Mitglieder hatten Weidel in der Email-Affäre Rückendeckung gegeben. Parteichef Jörg Meuthen erklärte damals, er kommentiere Fälschungen nicht. Co-Spitzenkandidat Alexander Gauland war sich sicher, dass die in der Mail verwendete Sprache gar nicht zu Weidel passe. 

Weidels Anwalt erklärte nach Bekanntwerden der E-Mail, dass diese von Weidel nicht verfasst worden sei. Und weiter: „Es wäre daher falsch und rechtswidrig, öffentlich zu behaupten, unsere Mandantin habe diesen Text geschrieben, oder auch nur diesen Verdacht zu äußern.“ In seinem neuen Schreiben an die „Welt am Sonntag“ räumt der Anwalt nun aber eine E-Mail-Korrespondenz zwischen Weidel und dem Mail-Empfänger ein.

Lesen Sie hier ein Portrait der AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel.

mb

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