+
AfD-Parteichef Bernd Lucke eine Kampfkandidatur um den Vorsitz mit seiner Rivalin Frauke Petry.

Gespräch mit dem Münchner Merkur

AfD: Lucke wünscht sich Kampfabstimmung gegen Petry

  • schließen

München - Im Machtkampf innerhalb der AfD wünscht sich Parteichef Bernd Lucke eine Kampfkandidatur um den Vorsitz mit seiner Rivalin Frauke Petry. Der Parteichef will eine Entscheidung auf dem Parteitag - "Das Verhältnis ist zerrüttet".

"Ich hoffe, dass Frau Petry gegen mich kandidiert, damit die Entscheidung dann auch fällt", sagte Lucke dem Münchner Merkur (Samstagausgabe).

Bislang hat Petry ihre Kandidatur noch nicht verkündet, in der Partei wird darüber jedoch heftig spekuliert. "Ich gehe auch von ihrer Kandidatur aus", sagte Lucke. Petry habe deutlich gemacht, dass sie sich eine Zusammenarbeit mit ihm nicht vorstellen könne. "Da sie die Partei führen will, muss sie auch gegen mich antreten", sagte Lucke. "Auf dem Bundesparteitag wird es eine Entscheidung geben. Das ist gut so."

Der AfD-Bundesparteitag soll am 4. Juli in Essen stattfinden. Eine Zusammenarbeit mit Petry schließt Lucke aus. "Sie muss noch lernen, dass Vertrauen und Verlässlichkeit essentiell für eine erfolgreiche Zusammenarbeit sind", sagte der AfD-Vorsitzende. "Es hat leider mehrfach Vertrauensbrüche gegeben, die das Verhältnis zerrüttet haben. Und Vertrauen kann man nicht per Kopfbeschluss wieder erzwingen."

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Terroranschlag in Barcelona: Angeblich drei deutsche Todesopfer
Der mutmaßliche Haupttäter von Barcelona ist laut einem spanischen Medienbericht tot. Der 17-jährige Moussa Oukabi soll der Fahrer des Lieferwagens sein, der in eine …
Terroranschlag in Barcelona: Angeblich drei deutsche Todesopfer
Gabriel: Spanien ist sicheres Reiseland
Hinter dem schweren Terroranschlag in Barcelona und weiteren Taten vermutet die Polizei eine Islamisten-Zelle. Sie könnte ihre Angriffe in einer unscheinbaren Kleinstadt …
Gabriel: Spanien ist sicheres Reiseland
Rebellische Staatsanwältin Ortega aus Venezuela geflohen
Früher lag sie voll auf Regierungslinie, dann bot sie dem Präsidenten die Stirn. Luisa Ortega verlor erst ihren Job, dann wurde ihr Haus durchsucht, schließlich drohte …
Rebellische Staatsanwältin Ortega aus Venezuela geflohen
Bannon will weiter für Trump "in den Krieg ziehen"
Manche nannten ihn den "Dunklen Lord", manche sahen in Donald Trumps Strategieberater Stephen Bannon auch den heimlichen Präsidenten. Seine Zeit im Weißen Haus ist jetzt …
Bannon will weiter für Trump "in den Krieg ziehen"

Kommentare