+
Frauke Petry will auf dem AfD-Bundesparteitag in Essen gegen ihren Rivalen Bernd Lucke kandidieren.

Bundesparteitag in Essen

AfD-Machtkampf: Petry will gegen Lucke antreten

München - Die AfD-Co-Vorsitzende Frauke Petry will auf dem Bundesparteitag in Essen gegen ihren Rivalen Bernd Lucke kandidieren. "Ich werde gegen Bernd Lucke antreten."

Das sagte sie dem „Münchner Merkur“ (Mittwochsausgabe). Die Kampfkandidatur sei nötig, weil sie und Lucke für unterschiedliche Führungsstile stünden. "Lucke steht für einen autoritären Führungsstil und den fehlenden Mut die gesamte Breite der politischen Themen in die Öffentlichkeit zu bringen", sagte Petry. Die AfD brauche aber "Mut und Integrationskraft um die unterschiedlichen Strömungen zu vereinen". Die Partei müsse nun entscheiden, welchen politischen Weg sie für die AfD vorsehe.

Auf dem Parteitag, der am 4. Juli beginnt, wählen die Mitglieder einen neuen Vorstand. Bisher wird die AfD von drei Vorsitzenden geführt, künftig soll es aber nur noch einen Bundesvorsitzenden geben. Eigentlich war vereinbart, dass Lucke den Posten übernimmt. Zuletzt war aber ein Machtkampf zwischen Lucke und Petry ausgebrochen. Mit der Wahl des neuen Parteichefs dürfte auch eine politische Richtungsentscheidung fallen. Lucke wird dem liberal-konservativen Flügel zugerechnet, Petry gilt als Führungsfigur des national-konservativen Flügels.

mm

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Andrea Nahles lädt zur SPD-Fraktionsklausur
Berlin (dpa) - In einer Woche kommt der neue Bundestag erstmals zusammen - und die SPD muss sich daran gewöhnen, auf der Oppositionsbank zu sitzen. Die neue …
Andrea Nahles lädt zur SPD-Fraktionsklausur
Schwierige Koalitionssuche in Niedersachsen hat begonnen
Niedersachsens Parteien machen nach der Wahl vor allem klar, was sie nicht wollen: Die Grünen wohl kein Jamaika, die FDP sicher keine Ampel und die große Koalition ist …
Schwierige Koalitionssuche in Niedersachsen hat begonnen
Konzernchefs fordern bessere soziale Absicherung
Die Jamaika-Koalition in Schleswig-Holstein plant, das bedingungslose Grundeinkommen zu testen. In einer Jamaika-Koalition im Bund dürfte die Idee aber kaum …
Konzernchefs fordern bessere soziale Absicherung
Die CSU zwischen Übergang und Untergang
Er werde nicht davonlaufen, sagt Horst Seehofer. Was nach einer Kampfansage klingt, ist aber eher eine Bitte um Zeit. Der CSU-Chef will den Berliner Koalitionsvertrag …
Die CSU zwischen Übergang und Untergang

Kommentare