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Petr Bystron (44) ist seit 2015 Vorsitzender der AfD in Bayern.

Das sagt er selbst zu seiner Aussage

AfD: Parteifreunde distanzieren sich von Bystron

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Köln - Petr Bystron, Landeschef der AfD in Bayern, steht in der eigenen Partei in der Kritik. Das sagt er selbst zu seiner Aussage über Identitäre Bewegung.

Wegen seines Lobs für die rechtsextreme Identitäre Bewegung wächst in der bayerischen AfD die Kritik an Landeschef Petr Bystron. Mehrere Funktionäre gehen auf Distanz zu ihm. Grund ist auch die Sorge, dass Bystron zur Hypothek im Bundestagswahlkampf werden könnte. Bayerns Verfassungsschutz-Präsident Burkhard Körner hatte kürzlich erklärt, dass Bystron wegen der Äußerungen beobachtet werde. „Den Vorgang sollten wir in der Partei nicht auf die leichte Schulter nehmen“, sagte der stellvertretende Landeschef Michael Wüst unserer Zeitung.

Der AfD-Landeschef hatte die Identitäre Bewegung (IB) als „tolle Organisation, eine Vorfeldorganisation der AfD“ bezeichnet. Auf der islamfeindlichen Internetseite „PI-News“ erschien ein Artikel unter seinem Namen, in dem er eine „Schutzschild-Strategie“ für die IB fordert. Die Organisation wird vom Verfassungsschutz wegen der von ihr propagierten Ideologie des „Ethnopluralismus“ beobachtet. Demnach müssten weite Teile der Bevölkerung aus Deutschland wegen ihrer Herkunft ausgewiesen werden.

Landesverband im Visier? Wäre „brangefährlich“

Bei Mitgliedern herrscht nun vor allem die Sorge, dass die Beobachtung schon bald auf die gesamte Landespartei ausgeweitet werden könnte. Sollte der ganze Landesverband ins Visier geraten wäre das „brandgefährlich“, heißt es in der AfD.

Dem Vernehmen nach überlegen einzelne Mitglieder schon, welche Möglichkeiten es gäbe, Bystron noch von der Landesliste zu nehmen. Der Landeschef wurde kürzlich auf Listenplatz vier gewählt, was bei einem Einzug der AfD in den Bundestag ein sicheres Mandat bedeuten würde. Theoretisch könnten die von der Aufstellungsversammlung gewählten Vertrauensleute aber einzelne Personen wieder von der Liste streichen, sollten gravierende Gründe dafür sprechen. Die Listenaufstellung wird in zwei Wochen auf dem Landesparteitag in Greding fortgesetzt. Derzeit sind neun Plätze besetzt.

Bystron habe nur „persönliche Meinung“ vertreten

Im Landesvorstand rechnet man damit, dass Bystrons Äußerungen in Greding von Mitgliedern zum Thema gemacht werden. Darauf will sich das Spitzengremium diese Woche vorbereiten. Bystron habe nur seine „persönliche Meinung“ vertreten, hieß es bereits in einer Ende vergangener Woche veröffentlichten Stellungnahme des Vorstands. Die Distanzierung wird nun deutlicher. „Das war eine ungeschickte Aussage“, sagte der bayerische Listenführer Martin Hebner. Vor allem der Begriff „Vorfeldorganisation“ sei „nicht glücklich gewählt“.

Auch Bystron sieht seine Aussage inzwischen als Fehler. „Ich bin in einen Fettnapf gelaufen. Das tut mir leid“, sagte er unserer Zeitung. Gleichzeitig wirft der AfD-Landeschef Innenminister Joachim Herrmann Machtmissbrauch vor. Das ganze sei „ein Wahlkampfmanöver der CSU, um die AfD in Bayern zu schwächen“.

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