Alexander Gauland
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Parteivize: "Flüchtlingskrise ein Geschenk für die AfD"

Hamburg - Angesichts der schlechten Umfragewerte für die AfD zur Jahresmitte sieht ihr Vizevorsitzender Alexander Gauland die Flüchtlingskrise als "Geschenk" für die rechtskonservative Partei.

Im Rückblick auf die schlechten Umfragewerte für die AfD zur Jahresmitte sieht ihr Vizevorsitzender Alexander Gauland die Flüchtlingskrise als „Geschenk“ für die rechtskonservative Partei. „Natürlich verdanken wir unseren Wiederaufstieg in erster Linie der Flüchtlingskrise“, sagte er dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. „Man kann diese Krise ein Geschenk für uns nennen“, sagte er. „Sie war sehr hilfreich.“

Die Alternative für Deutschland lag im Sommer wegen eines Führungs- und Richtungsstreits und einer Abspaltung in Umfragen bei 3 Prozent. Kürzlich wurde sie in einer Umfrage mit 10,5 Prozent erstmals drittstärkste Partei in Deutschland.

Die Grünen kritisierten die Äußerung scharf. „Die Flüchtlingskrise als Geschenk zu bezeichnen, ist das erbärmliche Eingeständnis, Stimmungsmache auf dem Rücken der Ärmsten zu betreiben“, teilte Parteichefin Simone Peter mit. Gauland verhöhne „Millionen Menschen, die vor Krieg, Verfolgung und blanker Not auf der Flucht sind“.

Der innenpolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Volker Beck, warf der AfD vor, sie entlarve sich als „Rattenfänger“: Der „Krisengewinnler“ Gauland habe gezeigt, was für ein „Heuchlerbande“ die AfD sei. „Zynisch freut man sich über Krisen, zur Bewältigung trägt man nichts bei. Jetzt müsste auch dem letzten verirrten Bürger klar sein, dass Demokraten und anständige Bürger diesen zynischen Rattenfängern nicht hinterherlaufen.“

dpa

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