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AfD-Vizechefin Beatrix von Storch fordert eine Abschaffung der Kirchensteuer.

Brief an Kardinal Lehmann

AfD-Politikerin Storch fordert Abschaffung der Kirchensteuer

Berlin - Die Vizevorsitzende der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD), Beatrix von Storch, fordert, die Kirchensteuer nicht mehr durch den Staat einziehen zu lassen.

Dieses Privileg sei Teil des Reichskonkordats, eines Vertrags, den die Hitler-Regierung 1933 mit dem Heiligen Stuhl geschlossen habe. Nach kritischen Äußerungen des Kardinals Karl Lehmann über die AfD schrieb von Storch an ihn: „Sie werden mir sicher zustimmen, dass eine Institution in der Nachfolge Christi ihre staatlichen Privilegien eigentlich nicht auf einen Vertrag mit dem Dritten Reich gründen sollte - oder?“. Er möge sich trotz seines Ausscheidens als Mainzer Bischof für ein Ende des Reichskonkordats einsetzen.

Der einflussreiche 80-Jährige, dessen altersbedingten Rücktritt der Papst am Pfingstmontag annahm, hatte Gespräche mit der AfD abgelehnt. Ihr nationalistisches „Gerüchlein“ sei ihm zu groß, sagte er im Deutschlandfunk. Er fügte aber hinzu: „Vielleicht ist die Zurückweisung allein auf die Dauer kein Heilmittel.“

Deutschnationale Töne auf AfD-Parteitag

dpa

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