+
Beatrix von Storch

Wegen Schusswaffen-Äußerungen

AfD-Politikern droht Ausschluss aus Fraktion im EU-Parlament

Brüssel - Die AfD-Politiker Beatrix von Storch und Marcus Pretzell müssen vor der Spitze ihrer Fraktion im Europaparlament ihre Äußerungen zum Schusswaffengebrauch gegen Flüchtlinge erklären.

Am kommenden Dienstag solle dann über mögliche weitere Schritte entschieden werden, teilte ein Fraktionssprecher am Freitag mit. Er reagierte damit auf einen Bericht des Nachrichtenmagazins „Focus“. Nach dessen Informationen droht von Storch und Pretzell ein Ausschluss aus der EU-skeptischen Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformisten (EKR).

Zur EKR zählen unter anderen die britischen Konservativen „Tories“, aber auch die als rechtspopulistisch geltenden „Finnen“. Die Gruppe ist die drittgrößte Fraktion im Europaparlament.

Die beiden Betroffenen reagierten gelassen. In einer gemeinsamen Erklärung hieß es, sie sähen die Mehrheit der Fraktion hinter sich. Daher sähen sie „keine Basis für einen Austritt oder eine an uns gerichtete Austrittsaufforderung“.

Anfang des Jahres hatte von Storch erklärt, dass sie es für gerechtfertigt halte, Flüchtlinge mit Waffengewalt an einem illegalen Grenzübertritt zu hindern. Pretzell hatte sich zuvor ähnlich geäußert. Von Storch bezeichnete ihre Äußerungen später als Fehler.

Lesen Sie auch: AfD-Politikerin Beatrix von Storch mit Torte beworfen

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Kirchen verlieren wieder gut halbe Million Mitglieder
Etwa 55 Prozent der Menschen in Deutschland gehören noch einer der beiden großen christlichen Kirchen an. Die Zahl der Katholiken und Protestanten sinkt kontinuierlich. …
Kirchen verlieren wieder gut halbe Million Mitglieder
Toter und Verletzte nach Gebeten in Jerusalem
Nach einem Anschlag am Tempelberg in Jerusalem stellt Israel Metalldetektoren am Eingang zu der heiligen Stätte auf. Dies versetzt die Palästinenser in Wut. Nach dem …
Toter und Verletzte nach Gebeten in Jerusalem
Ausschreitungen in Jerusalem: Ein Toter, 20 Verletzte
In Jerusalem ist ein Palästinenser erschossen worden - offenbar inmitten von Ausschreitungen zwischen israelischen Polizisten und Palästinensern auf dem Tempelberg. 
Ausschreitungen in Jerusalem: Ein Toter, 20 Verletzte
Ministerpräsident Yildirim für Deeskalation im Streit mit Deutschland
Die Türkei will die angespannte Lage zu Deutschland nicht eskalieren lassen. Das sagt zumindest der Ministerpräsident. Deutschland sei ein strategische Partner in Europa.
Ministerpräsident Yildirim für Deeskalation im Streit mit Deutschland

Kommentare