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Alice Weidel wurde auf dem Bundesparteitag in Köln in das Spitzenteam für den Wahlkampf gewählt.

Was bedeutet das für die Bundestagswahl?

Alternative zu Deutschland: AfD-Kandidatin Weidel wohnt in der Schweiz

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München - Alice Weidel wird zusammen mit Alexander Gauland die AfD in den Wahlkampf führen. Einige Schweizer Medien haben nun herausgefunden, dass Weidel im Kanton Bern wohnt. Doch was bedeutet das für die Bundestagswahl?

Am vergangenen Wochenende kürte die Alternative für Deutschland (AfD) ihr Spitzenduo für den Bundestagswahlkampf. Mit im Team dabei: Alice Weidel. Die 38-Jährige steht für den wirtschaftsliberalen Flügel der Partei und sieht sich selbst als „freiheitlich-konservativ“. Bei ihrer Rede im Kölner Maritim Hotel rief sie überzeugt: „Wir sind die einzige Partei für Deutschland.“ 

Schweizer Journalisten haben nun einen interessanten Aspekt über Weidel herausgefunden. Die ehemalige Bankerin wohnt im Schweizer Kanton Bern in dem rund 50.000-Einwohner-Dorf Biel. Eine Nachbarin erzählt im Schweizer Blatt Bund, sie habe gar nicht gewusst, dass die „nette Dame“ eine in Deutschland bekannte Politikerin sei. André Glauser, Leiter der Abteilung Öffentliche Sicherheit der Stadt Biel, bestätigte dem Bieler Tagblatt, dass Weidel in der Schweizer Stadt gemeldet ist.

Könnte Weidels Wohnsitz in der Schweiz Probleme geben? Aus wahlrechtlicher Sicht zumindest nicht. Sie darf in den Deutschen Bundestag gewählt werden, da das passive Wahlrecht unabhängig vom Wohnort ist. Um selbst zu wählen, müsste Weidel folgende Passage aus dem Wahlrecht erfüllen: Sie müsse „irgendwann nach Erreichen des 14. Lebensjahr und innerhalb der letzten 25 Jahre mindestens drei Monate lang ununterbrochen in der Bundesrepublik Deutschland gelebt“ haben. Und auch dann müsste sie wie andere Auslandsdeutsche einen Antrag auf Eintragung ins Wählerverzeichnis stellen.

Hauptwohnsitz in der Schweiz?

Spannender ist die Frage, ob Weidel in Biel ihren Hauptwohnsitz hat. Dann wiederum würde die AfD-Spitzenkandidatin in der Schweiz Einkommensteuer zahlen - und nicht in Deutschland, was im Wahlkampf sehr wahrscheinlich thematisiert werden wird. Doch für Spekulationen gibt es keinen Anlass. Auf Anfrage unserer Onlineredaktion bestätigte AfD-Pressesprecher Christian Lüth, dass es nur der Zweitwohnsitz der Spitzenkandidatin ist.

In ihrer Schweizer Zeit hat sie einiges mitgenommen. So würde sie gerne einige Ansätze des politischen Systems der Schweizer auch in Deutschland anwenden. Sehr beeindruckt habe sie das Abstimmungsbüchlein, sagte Weidel im Wochenblatt. Das wurde ihrer Partnerin, die in der Schweiz lebt, kurz vor den Urnengängen zugeschickt und beinhaltete alle Informationen sowie Pro- und Kontra-Argumenten zum Abstimmungsthema. Ein ähnliches Konzept schwebe ihr auch für Deutschland vor.

Hintergrund-Video: Das ist die neue AfD-Spitzenkandidatin

sap/Video: SnackTV

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