Özil tritt aus Nationalmannschaft zurück - Rassismus-Vorwürfe gegen DFB-Spitze

Özil tritt aus Nationalmannschaft zurück - Rassismus-Vorwürfe gegen DFB-Spitze
+
Die Satiresendung Extra3 hat die Schauspieler aus dem AfD-Wahlwerbespot noch einmal gebucht und einen neuen Spot mit ihnen aufgenommen.

"Extra 3" zeigt Fake-Wähler

Satiresendung entlarvt AfD-Werbespot

  • schließen

München - Die AfD wirbt mit dem Slogan "Mut zur Wahrheit!". Das Satiremagazin Extra 3 hat eine "ehrliche" Fassung eines AfD-Wahlwerbespots gedreht - das Video geht gerade viral.

Auf der Internetseite der Alternative für Deutschland (AfD) steht groß: "Mut zur Wahrheit!" Und den wollte sie auch mit ihrem Fernseh-Wahlwerbespot zur Bundestagswahl 2013 beweisen. Für den Spot holte die Partei vermeintliche Wähler vor die Kamera, die sich über Missstände in der Republik beklagen. 

In den ersten Sekunden des AfD-Wahlwerbespots steht ein Mann auf einer Autobahnbrücke und sagt: "Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum unser gesamtes Geld nach Griechenland geht? Und nicht in unsere kaputten Straßen und Brücken?"

Die Satiresendung Extra 3 vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) hat herausgefunden, dass dieser Mann, und alle anderen vermeintlichen Wähler, gecastete Schauspieler waren. Extra 3 hat deshalb eine "ehrliche" Version des Wahlwerbespots gedreht. Sie nennt ihr Video "Mut zur ganzen Wahrheit".

Die "ehrliche" Version des Satiremagazins "Extra 3"

Darin ist wieder der Mann auf der Autobahnbrücke zu sehen, der selbe Schauspieler, der schon im AfD-Spot mitmirkte. Er fragt den Zuschauer, ob er sich schon einmal gefragt habe, warum "die AfD so bescheuert ist, einen Schauspieler auf eine Brücke zu stellen und populistischen Blödsinn abzulassen." Auch die anderen Fake-Wähler entlarven den AfD-Wahlwerbespot.

Hans-Olaf Henkel schämt sich für AfD

Nicht nur wegen des Satire-Videos ist diese Woche für die AfD schwierig. Politiker Hans-Olaf Henkel sagte in einem Zeitungsinterview über seine Partei, er schäme sich für einige Mitglieder "in Grund und Boden". Der Partei gehörten schwierige Typen an: "Ideologen, Goldgräber, Karrieristen."

Auch der Fernsehauftritt von AfD-Chef Bernd Lucke in der ARD-Talkshow "Hart aber fair" sorgte in dieser Woche für Negativschlagzeilen.

sah 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Neuer Brexit-Minister stellt Schlussrechnung infrage
Die Uhr tickt, aber die Verhandlungen zwischen London und Brüssel verlaufen weiter sehr zäh. Der neue Brexit-Minister Dominic Raab legt jetzt nochmals in Sachen …
Neuer Brexit-Minister stellt Schlussrechnung infrage
Özil tritt aus Nationalmannschaft zurück - Rassismus-Vorwürfe gegen DFB-Spitze
Mesut Özil tritt aus der deutschen Nationalmannschaft zurück. Der Weltmeister zieht damit die Konsequenzen aus der Affäre um die Fotos mit dem türkischen Präsidenten …
Özil tritt aus Nationalmannschaft zurück - Rassismus-Vorwürfe gegen DFB-Spitze
CSU-Politiker über #ausgehetzt-Demonstranten: „Übelste Hetze ohne jeglichen Anstand“
Zehntausende demonstrierten in München gegen die CSU-Politik. Die Partei versuchte mit einer einer eigenen Kampagne gegenzusteuern. Jetzt reagieren CSU-Politiker mit …
CSU-Politiker über #ausgehetzt-Demonstranten: „Übelste Hetze ohne jeglichen Anstand“
"Ausgehetzt": Zehntausende demonstrieren gegen CSU-Politik
Die CSU polarisiert seit Wochen mit ihren Forderungen zur Flüchtlingspolitik. In München setzten mehrere Zehntausend Menschen nun ein Zeichen. Sie finden, es habe sich …
"Ausgehetzt": Zehntausende demonstrieren gegen CSU-Politik

Kommentare