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Petry hat bereits eine Anklage wegen Meineids. Nun will sie ihre ehemalige Partei offenbar auch noch verklagen.

Vorwurf: Datenklau

AfD will Ex-Parteichefin Frauke Petry verklagen

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Dass ihr Austritt länger geplant war, liegt auf der Hand. Das könnte für Frauke Petry nun zum Problem werden, sollte sich der Vorwurf ihrer ehemaligen Partei bestätigen.

Berlin - Die Parteispitze der AfD war sichtlich geschockt, als die zu dem Zeitpunkt amtierende Parteichefin Frauke Petry ihren Austritt aus der Fraktion verkündete. Nur kurze Zeit später forderten sie auch ihren Austritt aus der Partei.

Dem kam nicht nur sie, sondern auch ihr Ehemann Marcus Pretzell nach. Bezüglich ihrer neuen politischen Pläne sagte Petry, sie wolle im sächsischen Landtag und auch im Bundestag eine Gruppe aus mehreren Abgeordneten bilden. Dabei strebe sie aber "keinen Exodus aus der AfD an" und werde "nicht versuchen, die AfD gezielt zu entkernen".

Hat Frauke Petry sich an den Daten ihrer ehemaligen Partei bedient?

Ihre frühere Partei sieht das offensichtlich anders: Nach Informationen von stern.de wirft der AfD-Vorstand Frauke Petry Datenklau vor. Parteisprecher Christian Lüth bestätigte dies auf Anfrage der Agentur AFP. Die AfD vermutet demnach, dass Petry sich am "Parteimanager" bedient hat, dem Programm, mit dem die AfD ihre Mitgliederdaten verwaltet.

Darin seien die Anschriften und Telefonnummern von knapp 30.000 AfD-Mitgliedern gespeichert. Diese könnten für die ausgeschiedene Petry und ihren Ehemann von Wert sein. Denn laut verschiedenen Berichten plant das Ehepaar, eine neue Partei mit dem Namen „Die Blauen“ zu gründen. Petry selbst äußerte sich bislang nicht zu dem Bericht.

Aktuell muss sich Petry auch noch wegen eines anderen Verdachts verantworten: Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage gegen die Ex-Parteichefin wegen des Verdachts auf Meineids erhoben. Ihr wird vorgeworfen, am 12. November 2015 vor dem Wahlprüfungsausschuss des sächsischen Landtags zu Darlehen für die Finanzierung des Landtags-Wahlkampfes 2014 falsch ausgesagt und diese Angaben beeidet zu haben. Petry selbst bestreitet die Vorwürfe.

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