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Der Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan könnte sich noch länger hinziehen.

Bundeswehr bleibt länger am Hindukusch

Afghanistan-Abzug: Noch kein fester Termin

Berlin - Die Bundesregierung hat sich offen für Überlegungen der US-Regierung zu einem langsameren Truppenabzug aus Afghanistan gezeigt.

"Wir sind da offen und flexibel", sagte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums am Montag in Berlin. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts verwies auf laufende Gespräche mit den internationalen Partnern zu dieser Frage: Beim Afghanistan-Einsatz gebe es "ein gemeinsames Rein und ein gemeinsames Raus". Entscheidungen über genaue Termine stünden aber noch nicht an.

Zum Jahreswechsel war bereits der Nato-geführte Isaf-Kampfeinsatz in Afghanistan, an dem auch die Bundeswehr beteiligt war, nach 13 Jahren zu Ende gegangen. An der Folgemission "Resolute Support" zur Unterstützung der afghanischen Sicherheitskräfte durch Ausbildung und Beratung sind etwa 12.000 Soldaten aus 40 Staaten beteiligt, darunter bis zu 850 Bundeswehrsoldaten.

US-Verteidigungsminister Ashton Carter hatte am Wochenende angekündigt, dass sein Land den Abzug der Soldaten aus Afghanistan verlangsamen könnte. Damit sollten die bisherigen Erfolge bei der Stabilisierung des Lands gesichert werden. Derzeit sind noch zehntausend US-Soldaten in Afghanistan stationiert, doch soll ihre Zahl bisherigen Planungen zufolge bis zum Jahresende auf 5500 sinken. Bis zum Ende der Amtszeit von US-Präsident Barack Obama in zwei Jahren sollen dann sämtliche US-Truppen das Land verlassen haben.

Der Außenamtssprecher in Berlin wies darauf hin, dass die Bundesregierung "nie irgendwelche Daten als in Stein gemeißelt betrachtet" habe. Das genaue Datum des Truppenabzugs hänge auch von der Lage vor Ort ab.

AFP

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