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Afghanistan: Steinmeier warnt vor falschen Lehren

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) spricht beim Abschlussappell der Bundeswehr.
Warnt vor falschen Schlüssen aus dem Afghanistan-Einsatz: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD). © Kay Nietfeld/dpa

Offizieller Schlussstrich: Mit einem Großen Zapfenstreich beendet die Bundeswehr den Afghanistan-Einsatz. Für Bundespräsident Steinmeier geht die Mission weiter.

Berlin – Trotz der gescheiterten Afghanistan-Mission fordert Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier weiter ein entschlossenes deutsches Handeln in der Welt. Deutschland dürfe sich nicht aus der Verantwortung stehlen, mahnte das Staatsoberhaupt beim Großen Zapfenstreich zum Ende der Bundeswehr-Mission. „Ich hoffe, dass wir in 20 Jahren nicht auf diese Wegscheide zurückblicken und sagen: Resignation und Rückzug war die Antwort auf Afghanistan. Es wäre die falsche Lehre“, sagte er in Berlin.

Trotz Großen Zapfenstreich kann die neue Bundesregierung das Afghanistan-Thema nicht zu den Akten legen, wie eine Analyse von kreiszeitung.de* aufzeigt.

Nach 20 Jahren hatte die Bundeswehr im Sommer die Isaf-Mission in Afghanistan zusammen mit den Nato-Partnern beendet. Innerhalb weniger Tage übernahmen daraufhin die radikal-islamistischen Taliban wieder die Macht, weshalb sich innerhalb der Truppe viel Frust breitmachte und in der Öffentlichkeit der Sinn des Einsatzes infrage gestellt wurde. Mit dem Zapfenstreich und einer Gedenkfeier am Bendlerblock sollte nun ein offizieller Schlussstrich gezogen werden. Doch die Folgen der 20-jährigen Operation werden auch die künftige Bundesregierung noch intensiv beschäftigen, wie ein Bericht von kreiszeitung.de zeigt. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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