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UN-Truppen im Einsatz: In Afghanistan wurden nun versehentlich mindestens acht Polizisten getötet.

„Friendly Fire“ in Afghanistan

Tragisches Unglück: UN-Soldaten töten versehentlich Polizisten

In Afghanistan kommt es immer wieder zu Zwischenfällen, bei denen Unschuldige ihr Leben lassen müssen. Bei einem Luftangriff der UN-Friedenstruppen sind nun acht Polizisten gestorben.

Kabul - Tragisches Unglück in Afghanistan: Bei einem Luftangriff der Nato-Mission „Resolute Support“ (RS) sind in der Südprovinz Helmand mindestens acht afghanische Polizisten getötet worden. Mindestens zehn weitere Beamten seien bei dem Vorfall entlang der Straße zwischen Helmand und Kandahar verletzt worden, sagte der Sprecher des Provinzgouverneurs, Omar Swak, am Freitag. Die Nato-Luftwaffe habe zu dem Zeitpunkt die radikalislamischen Taliban in der Gegend attackiert. Wie es zu dem Zwischenfall gekommen sei, werde noch untersucht. Die Nato-Mission äußerte sich zunächst nicht dazu. Manche internationale Medien berichten gar von 17 getöteten Polizisten.

Afghanistan: Unkoordinierte Luftschläge fordern viele Opfer

In Afghanistan fallen Zivilisten und Angehörige der Streitkräfte häufig unkoordinierten Luftschlägen und fehlerhaften Informationen der Nachrichtendienste zum Opfer. Die internationale Bezeichnung für derartige Vorfälle lautet „Friendly Fire“. Während der Gespräche zwischen der US-Regierung und den Islamisten für eine politische Lösung des andauernden Konflikts greifen afghanische und internationale Truppen immer wieder die Taliban an. Die Taliban attackieren ihrerseits fast täglich afghanische und internationale Truppen und deren Einrichtungen.

Eine Neuentwicklung der CIA soll die Zahl unbeteiligter Opfer bei US-Kriegseinsätzen reduzieren. Doch die Vorgehensweise der „Ninja-Rakete“ R9X klingt grausam.

dpa/pf

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