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Afghanische Sicherheitskräfte kommen zu einem Ort des Gefechts. Präsident Ghani rief die Taliban erneut zur Waffenruhe auf. Foto: Rahmat Gul/AP

Bis zum 20. November

Afghanistans Präsident Ghani kündigt neue Waffenruhe an

Mögliche Entspannung in Afghanistan? Nach den Vorstellungen von Präsident Ghani sollen die Waffen zum islamischen Opferfest Eid al-Adha bis zum 20 November schweigen. Die Antwort der Taliban steht noch aus.

Kabul (dpa) - In Afghanistan sollen die Waffen vorerst schweigen. Präsident Aschraf Ghani kündigte eine weitere Waffenruhe mit den radikalislamischen Taliban an, die vom Montag, einen Tag vor Beginn der Feierlichkeiten zum islamischen Opferfest Eid al-Adha, bis 20. November dauern soll.

Ghani rief die Taliban auf, die Waffenruhe zu akzeptieren. Ghani machte die Ankündigung während einer live im Fernsehen übertragenen Rede zum 99. Unabhängigkeitstag seines Landes am Sonntag. Die Taliban reagierten vorerst nicht auf den Appell Ghanis.

Gleichzeitig rief Ghani die Führung der Taliban auf, sich auf Friedensgespräche vorzubereiten. Bisher haben die Taliban jeden Dialog mit der Regierung in Kabul abgelehnt, da sie diese als "Marionetten-Regime" der USA betrachten. Vielmehr streben die Aufständischen direkte Verhandlungen mit den USA an,

Die erste von Ghani angekündigte Waffenruhe im Juni wurde von den Taliban für drei Tage während der Feiern zum Fest des Fastenbrechens, Eid al-Fitr, eingehalten. Sie endete aber abrupt, als die Taliban das Angebot der afghanischen Regierung ablehnten, die Waffenruhe über die drei Tage hinaus zu verlängern. Kurz darauf kam es erneut zu Gewalt.

US-Außenminister Mike Pompeo begrüßte die angekündigte Feuerpause in Afghanistan. "Wir hoffen, dass eine weitere Waffenruhe das Land näher zu nachhaltiger Sicherheit bringt", sagte Pompeo. Die USA und ihre internationalen Partner unterstützten die Initiative der afghanischen Regierung. Pompeo rief die radikal-islamischen Taliban auf, sich an der Waffenruhe zu beteiligen.

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