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Ägyptens Präsident Abdel-Fattah al-Sisi wurde Anfang Juni vereidigt.

Rauswurf vor einem Jahr

Ägypten wieder Mitglied der Afrikanischen Union

Kairo - Nach dem Sturz von Ex-Präsident Mursi warf die Afrikanische Union Ägypten aus ihren Reihen. Nun hat die AU das Land wieder als vollwertiges Mitglied aufgenommen.

"Ägypten ist nun bei allen Aktivitäten der Afrikanischen Union wieder an Bord", sagte der AU-Kommissar für Frieden und Sicherheit, Smail Chergui, am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP in Addis Abeba. Die Mitgliedschaft des Landes in dem Staatenbund war wegen der Entmachtung des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi durch das Militär Anfang Juli 2013 ausgesetzt worden. Gemäß den AU-Regeln können nur Staaten mit einer demokratisch gewählten Regierung Mitglied sein.

Die Entscheidung zur Wiederaufnahme Ägyptens wurde nach Angaben Cherguis bei einer Sitzung am Dienstag angesichts der Wahl des früheren Armeechefs Abdel Fattah al-Sisi zum neuen Präsidenten getroffen. Die AU-Mitglieder hätten die Abstimmung Ende Mai, zu der die islamistischen Muslimbruderschaft nicht zugelassen war und die auch von großen Teilen der säkularen Opposition boykottiert wurde, als "fair" gewertet, sagte der AU-Kommissar. Demnach will die AU die anstehend Parlamentswahl unterstützen und sich für Menschenrechte und Pressefreiheit im Land einsetzen.

Neben Ägypten wurde auch Guinea Bissau wieder aufgenommen, dessen Mitgliedschaft nach einem Militärputsch 2012 ausgesetzt worden war. Als einziges afrikanisches Land bleibt damit die von einem Bürgerkrieg zerrissene Zentralafrikanische Republik von dem Staatenbund ausgeschlossen.

afp

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