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Nach Pegida kommt nun Pegada.

Erfurt

Aggressive Stimmung bei erster Pegada-Demo

Erfurt - Beim ersten Aufmarsch der selbst ernannten „Patriotischen Europäer gegen die Amerikanisierung des Abendlandes“ (Pegada) in Erfurt sind Anhänger und Gegendemonstranten aggressiv aufeinandergetroffen.

Nach Polizeiangaben standen sich am Samstagnachmittag rund 1000 Pegada-Leute und 600 Gegner auf dem Platz vor dem Hauptbahnhof gegenüber. Als die Polizei später versuchte, Straßenblockaden von etwa 200 Pegada-Gegnern aufzulösen, wurden zwei Beamte leicht verletzt. Es gab sechs Strafanzeigen. Festgenommen wurde niemand.

Nach Ansicht von Kirchen, Parteien, Gewerkschaften und antifaschistischen Gruppen steckt hinter Pegada ein „kruder Zusammenschluss“ von Verschwörungstheoretikern, Neonazis und gewaltbereiten Hooligans. Pegada ist kein offizieller Ableger der Dresdner Pegida („Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“). Der ähnliche Name sei aber bewusst gewählt worden und es gebe deutliche Überschneidungen, hieß es.

Unter dem Motto „Endgame“ (Endspiel) warnten die Pegada-Anhänger vor den USA als Terrormacht. Sie forderten Meinungsfreiheit und ein Ende der NSA-Bespitzelungen, Reformen des Finanz- und Wirtschaftssystems, aber auch den Schutz von Natur und Umwelt. Wie breit das Spektrum der Pegada-Demonstranten war, zeigten auch Flaggen von Syrien und Russland. Auf Spruchbändern wurde vor einem Bruch mit Russland, der Gefahr eines dritten Weltkriegs und vor Neofaschismus gewarnt.

dpa

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