+
"Wir halten nicht für die Überproduktion im Norden her", sagte Bayerns Energieministerin Ilse Aigner dem Münchner Merkur.  

"Werden nicht zwei Leitungen brauchen"

Aigner: Nur eine Stromtrasse durch Bayern kommt

  • schließen

München - Nur eine "Monstertrasse", aber dafür neue Gaskraftwerke für Bayern? Der Energie-Ärger mit dem Bund steuert auf eine Lösung zu.

Bayerns Energieministerin Ilse Aigner (CSU) rechnet nicht mehr mit dem befürchteten Bau zweier großer Stromtrassen durch Bayern. "Ich bin mir sicher, dass wir nicht zwei Leitungen brauchen werden", sagte sie dem Münchner Merkur. "Wir halten nicht für die Überproduktion im Norden her."

Statt dessen sollen Gaskraftwerke errichtet werden. "Es deutet sich an: Wir brauchen gesicherte Leistung in Form von Gaskraftwerken." Aigner will Details ihrer Pläne in wenigen Tagen vorstellen, wenn der von ihr moderierte Energiedialog mit Gegnern und Befürwortern offiziell zum Abschluss kommt. Sie werde den Dialog "mit Erfolg" beendet, "da können Sie sicher sein. Für Bayern wird das ein erheblicher Fortschritt sein."

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte Subventionen für Gas- und Kohlekraftwerke eigentlich eine Absage erteilt. Aigner, deren Gaskraftwerks-Lösung ohne Subventionen kaum möglich sein wird, traf sich am Rande der CSU-Klausur in Wildbad Kreuth mit Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU).

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Volksverhetzung? Ermittlungen gegen Dresdner AfD-Richter
Dresden - Wegen Äußerungen bei einer Veranstaltung der AfD-Jugend in der vergangenen Woche ermittelt die Staatsanwaltschaft Dresden gegen einen Richter am Landgericht. …
Volksverhetzung? Ermittlungen gegen Dresdner AfD-Richter
Kanzlerkandidat Schulz: Kampfansage gegen Populisten
Berlin - Alles neu bei der SPD: Der Europapolitiker Martin Schulz übernimmt von Parteichef Gabriel den Vorsitz und wird Kanzlerkandidat. Ob die Personalrochade die …
Kanzlerkandidat Schulz: Kampfansage gegen Populisten
Kommentar: Abgeschminkt
Bei all jenen, die bedauern, dass das Vereinigte Königreich die Europäische Union bald verlassen wird, weckt der Spruch der Obersten Richter in London eine gewisse …
Kommentar: Abgeschminkt
Kommentar: Schulz gegen Merkel
Sigmar Gabriel gibt auf. Seine Entscheidung,  den SPD-Vorsitz und die Kanzlerkandidatur seinem Parteifreund Martin Schulz zu überlassen, dürfte auch die Kanzlerin nervös …
Kommentar: Schulz gegen Merkel

Kommentare