+
Ilse Aigner will Kriminalisten, keine Lebensmittelkontrolleure

"Hilft uns nicht weiter"

Aigner gegen EU-Lebensmittelpolizei

Berchtesgaden - Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat der Forderung von SPD-Chef Sigmar Gabriel nach einer europäischen Lebensmittelpolizei eine klare Absage erteilt.

„Der reflexartige Ruf nach immer neuen Behörden hilft uns nicht weiter“, sagte Aigner am Freitag bei der Agrarministerkonferenz des Bundes und der Länder im bayerischen Berchtesgaden. Bei dem Pferdefleischskandal handle es sich um Betrug. „Hier sind Kriminalisten gefragt und nicht Lebensmittelkontrolleure“, sagte die Ministerin. Ähnlich hatte sich kurz zuvor Aigners Sprecher Holger Eichele geäußert.

Von dem Skandal sind nach den Worten der Ministerin in Deutschland mehr als 120 Betriebe in fast allen Bundesländern betroffen. Es sei aber möglich, dass noch weitere überprüft werden müssten. Ein niederländischer Großhändler soll schon seit mehr als zwei Jahren Pferdefleisch falsch etikettiert und verkauft haben - auch nach Deutschland.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Spektakuläre Aktion: Aktivisten überkleben Logo an CSU-Zentrale 
Die CSU ist am Mittwoch Opfer einer besonderen Art der Demonstration geworden. Aktivisten überklebten das Logo an der Zentrale mit dem CDU-Schriftzug. Und sie kündigten …
Spektakuläre Aktion: Aktivisten überkleben Logo an CSU-Zentrale 
In kaputtem Schlauchboot im Meer zurückgelassen - Schwere Vorwürfe gegen libysche Küstenwache
Spanische Flüchtlingsretter haben vor der libyschen Küste eine tote Frau und ein totes Kleinkind in einem kaputten Schlauchboot gefunden.
In kaputtem Schlauchboot im Meer zurückgelassen - Schwere Vorwürfe gegen libysche Küstenwache
Heimliche Botschaften: So raffiniert setzte die Queen Seitenhiebe gegen Trump
Die Queen ist zu politischer Neutralität verpflichtet. Dennoch findet sie immer wieder Mittel und Wege um ihre Meinung kundzutun. So auch bei ihrem Treffen mit Donald …
Heimliche Botschaften: So raffiniert setzte die Queen Seitenhiebe gegen Trump
Seehofer sieht sich als Opfer einer Kampagne - „geht gegen mich und meine Partei“ 
Im Asylstreit übt Kardinal Marx Kritik an Markus Söder und Horst Seehofer. Der Innenminister sieht sich als Opfer einer Kampagne. Alle Neuigkeiten im News-Ticker.
Seehofer sieht sich als Opfer einer Kampagne - „geht gegen mich und meine Partei“ 

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.