+
Ja, er macht‘s! Ilse Aigner rechnet mit einer erneuten Seehofer-Kandidatur 2018.

Auch andere in CSU-Führung wollen das

Aigner sagt: Ja, Seehofer macht weiter

  • schließen
  • Mike Schier
    Mike Schier
    schließen

München – Die Hinweise auf eine Verlängerung für Horst Seehofer mehren sich. Seine Stellvertreterin sagt: Ja, er bleibt. Auch andere in der CSU-Parteiführung wollen das. 

Die CSU-Spitze stellt sich auf eine weitere Amtszeit von Ministerpräsident Horst Seehofer ein. „Ich halte es für den besten und erfolgversprechendsten Weg für Bayern, wenn er bei der Landtagswahl erneut kandidiert“, sagte Vize-Ministerpräsidentin Ilse Aigner dem Münchner Merkur. Hohe Parteifreunde äußerten sich ähnlich.

Jede Personaldebatte sei „vollkommen überflüssig im Moment“, sagte Aigner zudem im Bayerischen Rundfunk, der sie nach der Personalie am Donnerstag befragt hatte. „Ich gehe auch davon aus, dass er wieder kandidieren wird.“ Sie wolle als Wirtschaftsministerin weiterhin einen Beitrag zum Erfolg leisten. Aigners Wort hat auch als Vorsitzende der CSU Oberbayern Gewicht.

Nach den Osterferien will Seehofer seine Entscheidung öffentlich mitteilen

Seehofer ist bis Herbst 2018 als Ministerpräsident gewählt. Er will über Ostern eine Entscheidung über seine Zukunft treffen und sie am Ende der Ferien öffentlich mitteilen. Viele Indizien sprechen für ein Weitermachen. Auch die CSU-Ehrenvorsitzenden planen in diese Richtung. „Es spricht viel dafür, dass er die beste Lösung ist“, sagte Theo Waigel unserer Redaktion. Seehofer werde 2018 die meisten Stimmen holen und die Partei am besten einen. Das verhindere Machtkämpfe. Edmund Stoiber nannte Seehofer, ohne auf 2018 einzugehen, „das Zugpferd der CSU“.

Aus der Landtagsfraktion unterstützte den Vorstoß Klaus Stöttner, der mit Rosenheim den größten CSU-Kreisverband führt. „Seehofer ist ein Garant dafür, dass die CSU ihren Erfolgskurs fortsetzen kann.“ Stöttner kündigte seine „vollste Unterstützung“ für eine erneute Kandidatur 2018 an. Bereits Anfang März hatte Parteivize Manfred Weber gesagt, dass Seehofer „als Ministerpräsident und Parteivorsitzender unverzichtbar“ sei.

Seehofer hatte in den vergangenen Wochen die Stimmung sondiert. Erwartet wird, dass er prominente Abgeordnete wie Landtagspräsidentin Barbara Stamm zum Weitermachen überredet. Seehofer und Stamm hatten als regionale Listenführer 2013 für die CSU in Oberbayern und Unterfranken 701.000 und 217.000 Stimmen geholt, mehr als jeder andere Kandidat. 

Lesen Sie auch unseren Bericht über den Streit ums Wahlrecht: Die Opposition ärgert die CSU mit Seehofer-Zitaten.

Hier gelangen Sie zur Themenseite Horst Seehofer.

Unsere wichtigsten und besten Geschichten posten wir auch auf unserer Facebook-Seite Merkur.de

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trump: Nordkorea kommt zurück auf Terrorliste
Washington (dpa) - Die USA setzen Nordkorea wieder auf ihre Liste von Terror-Unterstützerstaaten. Das kündigte US-Präsident Donald Trump an diesem Montag in Washington …
Trump: Nordkorea kommt zurück auf Terrorliste
Schwierige Präsidentschaftswahl in Chile
Der konservative Ex-Präsident Piñera gewinnt die erste Runde der Präsidentschaftswahl in Chile, verfehlt aber die absolute Mehrheit. Der Ausgang der Stichwahl gegen den …
Schwierige Präsidentschaftswahl in Chile
Merkel will es im Fall von Neuwahlen noch einmal wissen
Jamaika ausgeträumt, doch was kommt jetzt? Angela Merkel präferiert Neuwahlen gegenüber einer Minderheitsregierung und will sich dafür wieder zur Wahl stellen. …
Merkel will es im Fall von Neuwahlen noch einmal wissen
Grüne nach dem Jamaika-Aus: Alles wieder auf Anfang?
Mit CSU und FDP an einem Verhandlungstisch zu sitzen, war für die Grünen wahrlich kein Vergnügen - inhaltlich und überhaupt. Nun hofft die Ökopartei, dass die …
Grüne nach dem Jamaika-Aus: Alles wieder auf Anfang?

Kommentare