+
Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (r.) unterhält sich im bayerischen Landtag in München mit Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (l.) und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (alle CSU). Thema der aktuellen Landtagssitzung ist unter anderem auf Antrag der Oppositionsfraktionen die Schulpolitik.

Nach Pleite bei Bundestagswahl

Aigner stärkt Seehofer den Rücken

„Wenn irgendjemand weiß, wie er in Berlin verhandeln kann, dann ist das Horst Seehofer“ - Ilse Aigner steht hinter CSU-Chef Horst Seehofer.

München - Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hat sich erneut gegen Personaldebatten vor den anstehenden Koalitionsverhandlungen in Berlin ausgesprochen und ausdrücklich das Verhandlungsgeschick von CSU-Chef Horst Seehofer hervorgehoben. „Wer glaubt, dass das zu einem besseren Verhandlungsergebnis in Berlin führt, wenn wir jetzt Personaldiskussionen führen, der weiß nicht, wie Diskussionen auf der Berliner Ebene durchgeführt werden“, sagte Aigner am Donnerstag in München. „Wenn irgendjemand weiß, wie er in Berlin verhandeln kann, dann ist das Horst Seehofer“, sagte die CSU-Politikerin. „Es ist schon ein Unterschied, ob man in Talkshows Positionen aufstellt oder ob man im Anblick der Kanzlerin auch etwas durchsetzt.“

Nach der Pleite bei der Bundestagswahl, bei der die CSU auf 38,8 Prozent der Stimmen abstürzte und damit 10,5 Prozentpunkte weniger bekam als 2013, ist Seehofer unter Druck geraten. Inzwischen fordern schon zwei CSU-Bezirksvorstände - Oberpfalz und Oberfranken - einen geordneten personellen Übergang. Offiziell war die Personaldebatte auf den für Mitte November geplanten Parteitag vertagt worden. Auch im Münchner CSU-Bezirksverband sind Stimmen für einen Neuanfang an der Spitze von Partei und Staatsregierung lautgeworden.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Venezuela: Oppositionsführer erklärt sich zum Präsidenten
Der junge Parlamentschef Guaidó wagt den offenen Machtkampf mit Präsident Maduro in Venezuela. Unterstützt wird er von US-Präsident Trump, der Maduro zum Abdanken …
Venezuela: Oppositionsführer erklärt sich zum Präsidenten
Trump darf für Rede nicht ins Abgeordnetenhaus
Das politische Ränkespiel rund um den Shutdown in Washington treibt immer neue Blüten. Derweil müssen 800 000 Menschen zusehen, wie sie sie sich und ihre Familien …
Trump darf für Rede nicht ins Abgeordnetenhaus
Venezuela bricht diplomatische Beziehungen zu USA ab - weil Trump Präsidenten anerkannte?
Oppositionsführer Juan Guaidó erklärte sich zum Übergangspräsidenten Venezuelas. US-Präsident Donald Trump erkannte ihn schon wenige Minuten später an.
Venezuela bricht diplomatische Beziehungen zu USA ab - weil Trump Präsidenten anerkannte?
Trump beharrt auf Rede im Repräsentantenhaus - doch Top-Demokratin sperrt ihn aus
US-Präsident Donald Trump will seine Rede zur Lage der Nation im Repräsentantenhaus halten. Demokratin Nany Pelosi macht nun von ihrem Hausrecht Gebrauch.
Trump beharrt auf Rede im Repräsentantenhaus - doch Top-Demokratin sperrt ihn aus

Kommentare