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Horst Seehofer und Ilse Aigner.

Nach heftiger Kritik

Aigner verteidigt Seehofers Moskau-Reise

München - Horst Seehofer reist nach Russland, um sich mit Präsident Wladimir Putin zu treffen. Nach heftiger Kritik springt ihm nun seine Wirtschaftsministerin Ilse Aigner zur Seite.

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner hat die Russland-Reise von Ministerpräsident Horst Seehofer (beide CSU) gegen Kritik auch aus Unions-Reihen verteidigt. „Ich halte es gerade in schwierigen Zeiten für wichtig, Gespräche zu führen. Wann, wenn nicht in der Krise, ist es notwendig, miteinander zu sprechen?“, erklärte Aigner am Dienstag in München. Sie betonte zudem, sie sei sich „sicher, dass der Ministerpräsident klug vorgehen und sich vom russischen Präsidenten nicht instrumentalisieren lassen wird“.

Seehofer reist von Mittwoch bis Freitag nach Moskau. Zentraler Programmpunkt dort ist ein Gespräch mit Präsident Wladimir Putin.

Zuletzt hatte nicht nur die Opposition die Reise kritisiert, sondern auch der Obmann für Außenpolitik in der Unionsfraktion im Bundestag, Roderich Kiesewetter (CDU). Er sagte der „Welt am Sonntag“: „Seehofer hat sich in der Flüchtlingsdebatte eindeutig gegen die Bundeskanzlerin positioniert - ich hoffe, dass er die Reise unterlässt.“ Seehofer selbst hat die Reise wiederholt verteidigt.

dpa

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