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Wirtschaftsministerin Ilse Aigner warnt vor dem Gas-Deal der Staatsregierung.

Bayern verlangt Reserve

Aigner warnt vor Gas-Deal

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München – In der Staatsregierung gibt es erhebliche Bedenken wegen des Verkaufs der RWE-Tochter Dea an die Investorengruppe des russischen Oligarchen Michail Fridman (50).

„Wir können nicht ausschließen, dass ein solches Unternehmen dann der Einflussnahme anderer Staaten ausgesetzt ist“, sagte Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) unserer Zeitung.

Betroffen sind unter anderem drei bayerische Gasspeicher der Öl- und Gas-Fördertochter südöstlich von München und am Chiemsee. Aigner erneuerte ihre Forderung an die Bundesregierung, eine nationale Erdgasreserve aufzubauen. Insgesamt sei damit zu rechnen, dass in diesem Jahr mehr als ein Viertel der deutschen Erdgasspeicherkapazitäten in das Eigentum ausländischer Investoren übergehe. „Das aktuelle Szenario zeigt, dass wir dringend Mechanismen schaffen müssen, um mögliche Lieferausfälle zumindest vorübergehend zu kompensieren.“ Dass weiterhin die Gashändler selbst entscheiden, ob sie Gasvorräte anlegen oder nicht, sei nicht verantwortbar. „Wir können uns keine Gasversorgungskrise leisten“, warnte Aigner. Sie forderte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) auf, er müsse „jetzt dringend Krisenvorsorge treffen“. Aigner verlangt, die Reserve solle den Verbrauch von 45 Tagen abdecken.

Gabriel allerdings hat bisher nur eine „Prüfung“ der schon in den Bundesrat eingebrachten bayerischen Wünsche zugesagt. Sein Ministerium verteidigt die Billigung des Dea-Verkaufs. Er sei intensiv geprüft worden.  

cd

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