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Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) verteidigt die geplante Reform der Ökostrom-Umlage gegen Kritik aus der Wirtschaft.

Nach parteiinterner Kritik

Aigner stellt sich hinter Seehofer

München - Nach parteiinterner Kritik an CSU-Chef Horst Seehofer stellt sich Wirtschaftsministerin Ilse Aigner hinter den Ministerpräsidenten: „Mir geht es darum, dass wir jetzt intensiv in die Arbeit einsteigen.

Ich halte nicht viel davon, dass man sagt, ein Einzelner soll die Verantwortung tragen“, sagte Aigner am Mittwoch zur Kritik des früheren CSU-Europagruppenchefs Markus Ferber und des früheren Innenministers Hans-Peter Friedrich an Seehofer. Der schwäbische und der oberfränkische CSU-Bezirkschef hatten unter anderem falsche Themensetzung im Europawahlkampf beklagt und Seehofer kritisiert.

„Wir haben den Europaplan im CSU-Vorstand gemeinsam beschlossen“, mahnte Aigner die Seehofer-Kritiker. „Dass Mütterrente und Pkw-Maut keine Kernanliegen der CSU sein sollen, kann ich nicht bestätigen.“ Sowohl die Mütterrente als auch die Maut seien Gerechtigkeitsfragen. „Auf meinen Veranstaltungen gab es immer große Begeisterung dafür.“

Am Samstag will der CSU-Vorstand die Europawahlschlappe aufarbeiten. „Ich bin mir sicher, auf der Klausur wird es eine sachliche Wahlanalyse geben und keine destruktive“, sgate Aigner. „Bei den Landtagswahlen haben wir sehr viel besser abgeschnitten - die Menschen unterscheiden offenbar sehr genau zwischen Landtags- und Europawahlen.“

dpa

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