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Air Force One: Diese Flugzeuge befördern den US-Präsidenten

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Die Air Force One mit Donald Trump an Bord, trifft auf dem Regionalflughafen Fayetteville ein.
Die Air Force One ist das bekannteste Flugzeug der Welt. © picture alliance/Chris Carlson/AP/dpa

Um das Flugzeug des US-Präsidenten ranken sich viele Gerüchte. Hier gibt es alle Fakten über die Flotte, die Regeln an Bord und die Geschichte der Air Force One.

Joint Base Andrews Naval Air Facility – Rund 15 Kilometer südöstlich der US-Bundeshauptstadt Washington, D.C. stehen die Flieger des US-Präsidenten bereit. Dabei handelt es sich um zwei spezielle, umgebaute Maschinen des Typs Boeing 747-200B. Ausgewählt wurde die Flugzeugart aufgrund ihrer Größe und der hohen Reichweite.

Erstmals startete eine Variante der aktuellen Flotte am 16. Mai 1987. Sie wurde anschließend mit Privatquartieren für die Präsidentenfamilie, Aufenthalts-, Arbeitsbereichen, Küchen und medizinischen Notfallbereichen ausgerüstet. Die Air Force One bietet Platz für 70 Fluggäste und 23 Besatzungsmitglieder.

Air Force One: Bedeutung des Namens und Hintergründe

Die Funkkennung Air Force One wird verwendet, sobald sich der Präsident an Bord einer der zwei speziell umgerüsteten Maschinen der U.S. Air Force befindet.

Die Bedeutung des Callsigns geht auf den ehemaligen US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower im Jahr 1953 zurück: Ein Zivilflugzeug der Eastern Air Lines (EAL 8610) befand sich mit identischer Ziffernfolge der Funkkennung im selben Luftraum mit der Präsidentenmaschine Air Force 8610. Um Verwechselungen auszuschließen, wird seitdem ein einheitliches und eindeutiges Rufzeichen verwendet.

Die Präsidentenflugzeuge starten vom Regierungsflughafen Joint Base Andrews Naval Air Facility, ehemals Andrews Air Force Base.

Air Force One: Geschichte der Flugzeugflotte

Bereits vor der Air Force One verwendeten US-Präsidenten Flugzeuge als Transportmittel. So reiste Franklin D. Roosevelt in einem Flugboot Boeing 314 im Jahr 1943 zur Casablanca-Konferenz. Umfangreiche Umbauten erfolgten erstmals an einer Douglas C-54 Skymaster im Jahr 1944. Das Präsidentenflugzeug wurde mit einem Schlafraum, Telekommunikationseinrichtungen und einem Aufzug ausgestattet. Zwei Lockheed Super Constellation wurden unter Dwight D. Eisenhower zu den ersten Air Force One.

Das sind die wichtigsten Fakten und Flugzeugarten in der Geschichte der Air Force One:

Air Force One heute

2009 begann die Suche nach einem Nachfolger der VC-25A. Im Rennen für den Entwurf waren sowohl Boeing als auch der europäische Flugzeughersteller Airbus. Dieser zog sich zurück, da er die Offenlegung sämtlicher technischer Details des Airbus A 380 fürchtete. Im Januar 2016 bestätigte das Pentagon den Vertrag für die kommenden Air Force One mit Boeing.

Das Design des Präsidentenflugzeugs in Hellblau und Weiß geht auf eine Initiative von John F. Kennedy und des Industriedesigners Raymond Loewy zurück. Aus der Zusammenarbeit ging der Schriftzug „United States of America“ in der Schriftart Caslon hervor. Diese kam beim Druck der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung zum Einsatz. US-Präsident Donald Trump kündigte 2019 eine Neugestaltung an, die sich stärker an den Landesfarben Rot, Weiß und Blau orientieren sollte.

Air Force One: Wer und was darf an Bord?

Von Bord der Air Force One ist der Präsident in der Lage, das Land zu regieren und die Kommandohoheit über die Armee zu halten. Aus diesem Grund ist der militärische Berater des Präsidenten stets mit an Bord. Ebenfalls dabei ist der Atomkoffer, der sogenannte „Football“. Er enthält gesicherte Informationen über den Einsatz der Atomwaffen der USA und mit ihm lässt sich deren Einsatz befehlen.

Außer dem Präsidenten und seiner Familie ist es darüber hinaus dessen engsten Mitarbeitern aus dem Weißen Haus, Diplomaten, Pressevertretern und Sicherheitsleuten gestattet, das Präsidentenflugzeug zu betreten.

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