Airbus-Tochter Premium Aerotec in Augsburg
+
Das Werk der Airbus-Tochter Premium Aerotec in Augsburg.

Airbus-Tochter Aerotec

Tausende Jobs gefährdet - auch in Bayern: Söder und Weil appellieren an Merkel

Zwei Standorte sind besonders gefährdet: Wegen der drohenden Abspaltung einer Airbus-Tochter appellieren zwei Ministerpräsidenten direkt an die Bundeskanzlerin.


Augsburg/Varel - Sorgen um Aerotec: Die Airbus-Tochter soll abgespalten werden - das ruft die Politik auf den Plan. Konkret geht es um zwei Standorte im Norden und im Süden der Republik: Augsburg in Bayern und Varel in Niedersachsen. Die beiden Ministerpräsidenten Stephan Weil (Niedersachsen, SPD) und Markus Söder (Bayern, CSU) haben nun ein gemeinsames Schreiben veröffentlicht, in dem sie sich für Aerotec einsetzen.

In dem Brief, über den am Mittwoch zunächst die Augsburger Allgemeine und die Nordwest-Zeitung berichtet hatten, appellieren Söder und Weil an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die Standorte zu erhalten. Die bisher bekannten Kaufinteressenten brächten weder eine ausreichende Auslastung noch hinreichend finanzielle Mittel für Investitionen in den Werken mit. Die Befürchtung liege daher nahe, dass die beiden Betriebe in Bayern und Niedersachsen „schon in wenigen Jahren nicht mehr mit Wettbewerbern in Niedriglohnländern konkurrieren können“.

8000 Mitarbeiter bei Airbus-Tochter Aerotec - vier weitere Niederlassungen

Aerotec hat noch vier weitere Niederlassungen und insgesamt etwa 8000 Mitarbeiter, die Bauteile für Airbus im zivilen und militärischen Bereich herstellen.

Im Gegensatz zu Aerotec, so Söder und Weil, will Airbus den französischen Zulieferer Stelia in den Konzern integrieren. Sie sehen den Bund als größten Airbus-Anteilseigner zusammen mit Frankreich in der Pflicht, auf Airbus einzuwirken, „eine Ausgliederung und einen Verkauf der Teilefertigung zu überdenken“ - und so tausende Arbeitsplätze zu erhalten. - cg mit dpa

Auch interessant

Kommentare