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Hubert Aiwanger von den Freien Wählern bezichtigt CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt der Lüge

Dobrindt in der Kritik

Aiwanger: Die CSU hat gelogen!

München - Freie Wähler-Chef Hubert Aiwanger hat CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt der Lüge bezichtigt. Und angeblich kann er dieses Mal auch Beweise vorlegen.

Auch zwei Monate nach dem Politischen Aschermittwoch erhitzt die angebliche Teilnehmerzahl der CSU die Gemüter. Freie Wähler-Chef Hubert Aiwanger bezichtigte den CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt am Mittwoch der Lüge. Aus einem Schreiben der Stadt Passau gehe zweifelsfrei hervor, dass beim Politischen Aschermittwoch der CSU maximal 4300 Personen anwesend waren, betonte Aiwanger. Dobrindt hatte von 7000 Besuchern in der Dreiländerhalle gesprochen. Die Stadt Passau hatte dagegen in einem Schreiben mitgeteilt, dass die Halle für maximal 4300 Menschen ausgelegt war. Es habe keine Hinweise gegeben, dass die Besucherzahl überschritten wurde.

Damit zeige sich die mangelnde Glaubwürdigkeit der Wortführer in der CSU, betonte Aiwanger. „Wer dermaßen großspurig die Unwahrheit sagt, dem kann man auch bei vielen anderen Dingen politisch nicht über den Weg trauen - gerade wenn es um Zahlen geht“. Außerdem hat Innenminister Joachim Herrmann (CSU) laut Aiwanger die Falschdarstellung Dobrindts gedeckt und durch schwammige Aussagen zu vertuschen versucht. „Damit hat Herrmann auch dem Ansehen seines Ministeriums und somit dem Staat geschadet.“

Sie waren die Chefs der CDU

Sie waren die Chefs der CDU

Am Aschermittwoch hatte die SPD in Vilshofen ein Bierzelt mit 4500 Sitzplätzen errichten lassen, um erstmals eine größere Kundgebung als die CSU abhalten zu können. Mit der Angabe von 7000 Besuchern wollte Dobrindt möglicherweise doch noch die SPD übertrumpfen.

dpa

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